AGON: The Mysterious Codex
| Herausgeber: | Kalypso Media |
| Genre: | Adventure |
| Multiplayer: | Nein |
| empf. Alter: | |
| Plattformen: | PC |
Episodenspiele sind derzeit besonders bei Adventure schwer in Mode. Sam & Max gehen derzeit schon in die zweite Staffel und auch die Ankh-Spiele sind fast episodenhaft angelegt. Mit der AGON-Saga steht eine neue Abenteuerreihe an, die auf 14 Folgen angelegt ist, die ersten drei Episoden gibt es jetzt deutsch synchronisiert auf DVD. Steht uns ein hoffnungsvoller Newcomer bevor?
Die Geschichte in AGON: The Mysterious Codex dreht sich um den britischen Professor Samuel Hunt, in deren Rolle ihr schlüpft. Zeitlich ist das Spiel zu Beginn des 20. Jahrhunderts angesiedelt. Der Professor arbeitet zu dieser Zeit am Naturhistorischen Museum in London. Als eines Tages ein mysteriöser Brief und ein Artefakt auf seinem Schreibtisch landen, beginnt eine spannende Jagd nach dem geheimnisvollen Codex. Die Story soll sich über alle geplanten 14 Folgen erstrecken, in den bisher vorliegenden 3 Episoden müsst ihr knifflige Rätsel in London, im kalten Lappland und in einem Dschungel lösen, für Abwechslung ist also gesorgt.
Die Zwischensequenzen fangen den Stil der damaligen Zeit nett ein, auch die Umgebungen wirken durchaus atmosphärisch. Allerdings braucht die Geschichte einige Zeit, um euch zu fesseln, gerade der Anfang im Museum ist sowohl optisch als auch erzähltechnisch nicht perfekt gelungen, später entfaltet sich die Geschichte dann aber besser.
Myst-Steuerung = Mist-Steuerung?
AGON ist kein Point&Click-Adventure, sondern eher ein Myst-Klon. Somit erlebt ihr das Geschehen aus den Augen des Professors und bewegt euch mit Maussprüngen vorwärts durch die Bildschirme. Diese Steuerung hat sicherlich ihre Vor- und Nachteile. So werdet ihr fraglos direkter in die Spielumgebung hereingezogen, andererseits ist das Fortbewegen auch ziemlich nervig, da ihr euch mit der Maus immer umsehen müsst, um ja kein wichtiges Objekt zu übersehen.
AGON ist kein Point&Click-Adventure, sondern eher ein Myst-Klon. Somit erlebt ihr das Geschehen aus den Augen des Professors und bewegt euch mit Maussprüngen vorwärts durch die Bildschirme. Diese Steuerung hat sicherlich ihre Vor- und Nachteile. So werdet ihr fraglos direkter in die Spielumgebung hereingezogen, andererseits ist das Fortbewegen auch ziemlich nervig, da ihr euch mit der Maus immer umsehen müsst, um ja kein wichtiges Objekt zu übersehen.
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Die Rätsel im Spiel sind zuweilen richtig knackig und gehen über das simple Benutzen von eingesammelten Gegenständen hinaus. Oft müsst ihr euch auch durch Bücher oder Schrifttafeln wälzen, um auf die Lösung zu kommen. Mitunter liegen die Informationen sogar verschlüsselt vor, so dass ihr den Text zunächst dekodieren müsst - was auf Dauer aber leider etwas mühsam ausgefallen ist. Auch das Lesen in den Büchern wird erschwert, da die Texte nicht einfach ins Deutsche übersetzt wurden, sondern sich ein recht unansehnliches Textfenster mit den deutschen Worten öffnet. Aufgrund der hellen Hintergrundfarbe, wird das Lesen der Texte zusätzlich erschwert. Hier hat man es sich mit der Lokalisierung ein wenig zu leicht gemacht.
Oftmals kommt ihr ohne handschriftliche Notizen beim Spiel kaum aus, etwa wenn ihr einen Morsecode übersetzen sollt. Interessant sind auch zwei Rätsel, in denen ihr eine Art Brettspiel gewinnen müsst. Dialoge mit andern Charakteren sind dagegen eher die Ausnahme, nur selten trefft ihr mal auf einen Menschen. Die wenige Sprachausgabe, die zu hören ist, ist aber ordentlich vertont. Grafisch nimmt das Spiel von Episode zu Episode mehr Fahrt auf - besonders die Dschungelabschnitte sehen stellenweise richtig nett aus. Hier entfaltet die Präsentation mit ihren nahezu fotorealistischen Hintergründen ihr Potenzial. Leider wirkt das Ganze jedoch ein wenig statisch, doch dafür stellt das Spiel trotz hübscher Szenarien keine großen Hardwareanforderungen.
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