The Witcher: VERSUS
Spannende Kämpfe und abenteuerliche Reisen erwarten euch im grafisch opulenten Browsergame zum erfolgreichen Rollenspiel "The Witcher 2: Assassins of Kings"!
Dem Polnischen Entwickler CD Projekt ist mit The Witcher 2: Assassins of Kings ein echtes Glanzstück gelungen, trotzdem runzelten manche Fans beim Browsergame The Witcher: VERSUS erst einmal die Stirn. Sollte das etwa eine billige Marketingmasche werden, um die Lizenzkuh bis zum letzten Tropfen leer zu melken? Ihr startet mit einer von drei Charakterklassen: dem namensgebenden Hexer, der mit seinem Schwert mächtige Hiebe austeilt und dank seiner "Zeichen" und Medallions auch diverse magische Angriffe beherrscht. Als Alternative lockt die verführerische Zauberin, die sich auf schwarze-, weiße-, Lebens- und Kosmos-Magie versteht und sich im Kampf unsichtbar machen oder aus der Schusslinie teleportieren kann. Zu guter Letzt dürft ihr auch als Furchtbringer ins Abenteuer ziehen. Genauer gesagt, ihr seid der gesichts- und namenloser Trainer eines dieser schier unbesiegbaren Gottesanbeterinnen-Monster aus dem Vollpreisspiel. Ihr könnt eure Klasse übrigens später wechseln, was aber mit immensen Kosten einher geht. Außerdem verliert ihr alle eure Gegenstände und müsst eure Fähigkeiten neu verteilen. Überlegt euch diesen Schritt also gut. Wenn einer eine Reise tut... Das eigentliche Browsergame besteht zum größten Teil aus Reisen. Ihr legt auf der Übersichtskarte das Wunschgebiet für einen Kurztrip oder ein Reiseziel fest und kauft das erforderliche Proviant ein, um eure Reise zu starten. Dabei solltet ihr euch nicht zu knapp mit Essbarem eindecken, denn außer den minimal erforderlichen Vorräten benötigt ihr zusätzlich während eurer Reisen Proviant, um diverse Zufalls-Ereignisse zu meistern. Das können Überfälle durch Banditen sein, aber auch Edelsteine am Wegrand, freundliche Begegnungen, wilde Tiere oder tödliche Unfälle. Während der Reise bekommt ihr solche Begebenheiten in Textform mitgeteilt und müsst bei manchen Begegnungen und Kämpfen auch aktiv eingreifen. Ansonsten bleibt euch nichts weiter übrig, als auf den Fortschrittsbalken zu starren, bis euer Held sein Ziel erreicht. Ein wenig merkwürdig sind diese Reisen als Trainer des Furchtbringers. Eigentlich solltet ihr mit dem mordlustigen Rieseninsekt der Schrecken aller Wanderer sein. Trotzdem erlebt ihr exakt die gleichen Abenteuer wie eure rein menschlichen Kollegen. Um nicht sinnlos in der Gegend herumzustromern, könnt ihr vor euren Reisen diverse Quests annehmen und "Marken" auswählen. Letztere sind nichts anderes als Errungenschaften der Sorte "20 Zauberinnen besiegt" oder "Eine Herausforderung angenommen", die ihr aber erst selbst aktivieren müsst. Daran zu denken lohnt sich, denn ihr erhaltet für gewonnene Marken neben Ehre auch die, ansonsten kostenpflichtige, Währung "Mandrake". Stein-Schere-Papier-Giftklauen-Feuerball Die andere Seite von The Witcher: VERSUS sind die spannenden Gefechte gegen NPCs oder menschliche Widersacher. Die Kämpfe werden mit Renderanimationen in Szene gesetzt und erinnern vom Look her an ein waschechtes Prügelspiel, nur dass die Manöver rundenbasiert ablaufen. Vor jedem Scharmützel wählt ihr eine Kombination aus Angriffs- und Verteidigungstechniken, die von den beiden Kontrahenten abwechselnd vom Stapel gelassen werden. Quasi ein "Stein-Schere-Papier" für Fortgeschrittene. Habt ihr die richtige Taktik gewählt und habt auch das nötige Quentchen Glück, erhaltet ihr für einen erfolgreichen Kampf Erfahrungspunkte, Ehre (für die Rangliste) und "Orens", die Spielwährung in The Witcher: VERSUS. Durch Levelaufstiege lernt ihr neue Fähigkeiten, die euch in fortgeschrittenen Varianten "Wut" und Elementarpunkte statt Mana kosten. Daher ist auch eine entsprechende Ausrüstung wichtig, mit der ihr diese Werte erhöht. Außer den Scharmützeln gegen Zufallsgegner und andere Spieler stehen euch fünf Übungsgefechte am Tag offen, mit denen ihr schnell mal zwischendurch Erfahrung sammeln könnt. Wer mehr will, muss zum umfangreichen Premiumshop greifen. Hier erhaltet ihr gegen die käuflichen "Mandrake" mehr Kämpfe, Inventarplätze, diverse Tränke zur Steigerung eurer Beute und anderer Werte oder Gegenstände für schnelleres Reisen erhaltet. The Witcher: VERSUS kann natürlich nicht mit seinem großen Bruder in Sachen Tiefgang konkurrieren, macht seine Sache aber durchaus gut. Euren Charakter hochzuziehen ist spannend und die Präsentation des Browserspiels ist simpel aber gelungen. Fans die auch in der Mittagspause auf ihre tägliche Dosis Witcher nicht verzichten mögen, macht das Spiel genauso Spaß wie Casual-Gamern, die einfach ein hübsch gemachtes Taktik-Rollenspiel suchen. Die komplett eingedeutschte Version wird hierzulande von Gamigo verwaltet, wer bereits einen Account hat, kann diesen mit seinem Gamigo-Profil verknüpfen. (fw)
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