Erneuter Griff zum Skalpell - der OP ruft!
Arzt zu sein ist ein harter Job. Am schmalen Grad zwischen Leben und Tod ist selten Platz für aufbrausende Emotionen und menschliches Versagen. So auch bei Trauma Center: New Blood. Ein misslungener Schnitt, ein übersehener Tumor, eine falsche Entscheidung können schon über das Schicksal eures Patienten entscheiden. Nicht Leben und Tod, sondern Frust und Lust gehen Hand in Hand, in dieser knallharten Arztsimulation. Ist die Operation gelungen oder geht das Spiel an seinem zu hohen Schwierigkeitsgrad zu Grunde?
Mit dem Krankenhaus verbindet man ja, spätestens seit Emergency Room, neben blutigen Operationen, auch eine theatralische Handlung. Beziehungen werden gestrickt, Hoffnungen gehen verloren und das Drama nimmt seinen unerbittlichen Lauf. Die Ärzte werden als Menschen dargestellt, die nicht selten an ihren Fähigkeiten zweifeln. So ähnlich geht es auch bei dem jungen Ärzteteam Dr. Markus Vaughn und Dr. Valerie Blaylock zu. Zwei Grünschnäbel, die im verschneiten Alaska ihr Bestes geben um Menschenleben zu retten. Dass es dabei weitaus überzeichneter zugeht als bei den westlichen Kollegen, versteht sich natürlich von selbst. Ihr findet ihr euch bald in einer wahnwitzigen Story wieder, welche kein Klischee auslässt. Mal abgesehen von unseren idealistischen Protagonisten, schauen auch noch eine unschuldig junge Krankenschwester, der alter verbitterter Oberarzt, sowie weitere Bekannte einer typischen "Krankenhaussoap" vorbei. Erzählt wird die Geschichte mit nett gezeichneten Charakteren und einer ordentlichen, wenn auch mal wieder nur englischen, Sprachausgabe. Dennoch vermisst man schick in Szene gesetzte Zwischensequenzen, die den Handlungsverlauf um einiges unterhaltsamer gemacht hätten. So bleibt man lieber dem Vorgänger treu, und man klickt sich schon bald durch stellenweise elendslange Dialoge, die viel zu selten Eloquenz aufblitzen lassen.
Eine Sache der Routine
Am Spielprinzip wurde nahezu nichts verändert. Vor der Operation bekommt ihr eine kurze Einweisung, was genau euren Patienten bedrückt. Das fängt bei einem typischen Knochenbruch an und geht weiter zu komplexen Eingriffen, die selbst Dr. House ins schwitzen bringen würden. Tumore werden beseitigt, Kugeln entfernt und Schrittmacher wieder aktiviert. Hierbei steht euch eine Auswahl von einer Hand voll Werkzeuge zur Verfügung. Skalpell zum Schneiden, Forceps für die Entfernung von diversen Splittern und eine Spritze zum, nun ja, Spritzen. So müsst ihr beispielsweise bei der Bekämpfung eines Tumors mit dem Ultraschallgerät das Übel sichtbar machen, dann gekonnt per Skalpell das Ding freischneiden und gleich darauf diverse Flüssigkeiten mit dem Drain absaugen. Ohne zu zögern, greift ihr nochmal zum Skalpell, schnipselt ein bisschen herum und entfernt den Antikörper mit dem Forceps. Jetzt nur mehr noch zukleistern und mit dem antibiotischen Gel die Wunde versiegeln. Hierbei sei erwähnt, dass die Tumorbekämpfung noch zu den einfacheren Aufgaben gehört. Nicht selten hilft nur die absolute Routine, um den Kampf mit dem Tod zu gewinnen. Dabei wählt ihr mit dem Nunchuk die Instrumente aus und dirigiert sie mit der Remote über den Bildschirm. Einfach zu erlernen, schwierig zu meistern.
Operation gelungen, Patient tot.
Die Zeit ist euer größter Feind. Bei ein paar Operationen muss wirklich jeder Handgriff sitzen, um erfolgreich den Patienten zu retten. Auch wenn man alles richtig macht, reicht es oft nicht aus, die Krankheit zu besiegen. Das mag vielleicht sehr realitätsnah sein, nur ist der Frustpegel bei ein paar Eingriffen dermaßen hoch, dass einem schon recht bald die Lust am Weiterspielen vergeht. Wenn selbst beim einfachsten Schwierigkeitsgrad, die Controller Runde für Runde in der Ecke landen, wird klar, dass die Balance nicht wirklich gelungen ist. Denn während ihr bei einer Operation nahe an einem Nervenzusammenbruch seid, müht ihr euch beim nächsten Eingriff mit 08/15 Verletzungen ab. Natürlich ist das Erfolgserlebnis umso größer, wenn ihr eine, auf den ersten Blick, unheilbare Krankheit nach dem x-ten Versuch besiegt habt, dennoch ist der Weg dorthin äußerst mühsam und frustrierend.
Doktor, übernehmen Sie!
Die wirkliche Erneuerung gegenüber dem Vorgänger ist der neu integrierte Multiplayermodus. Einfach nur einen zweiten Controller anmelden und schon habt ihr einen Assistenzarzt zur Hand. Vor der Operation wählt ihr aus, welcher Doktor von wem gesteuert wird. Abgesehen von den Spezialeingriffen, die euch ermöglichen die Zeit einzufrieren oder den Pulsschlag konstant aufrecht zu halten, unterscheiden sich die beiden Charaktere aber nicht. Das ist einerseits angenehm, da beide Spieler Zugriff auf alle Utensilien haben, andererseits hätten diverse Vor- und Nachteile der Ärzte für mehr Individualität gesorgt. Wirklich löblich ist der Umstand, dass ihr beim Storymodus fließend die Spieleranzahl ändern könnt. So müsst ihr die Operationen nicht noch einmal alleine bewältigen, wenn ihr diese gemeinsam schon gemeistert habt.
Eine Sache der Routine
Am Spielprinzip wurde nahezu nichts verändert. Vor der Operation bekommt ihr eine kurze Einweisung, was genau euren Patienten bedrückt. Das fängt bei einem typischen Knochenbruch an und geht weiter zu komplexen Eingriffen, die selbst Dr. House ins schwitzen bringen würden. Tumore werden beseitigt, Kugeln entfernt und Schrittmacher wieder aktiviert. Hierbei steht euch eine Auswahl von einer Hand voll Werkzeuge zur Verfügung. Skalpell zum Schneiden, Forceps für die Entfernung von diversen Splittern und eine Spritze zum, nun ja, Spritzen. So müsst ihr beispielsweise bei der Bekämpfung eines Tumors mit dem Ultraschallgerät das Übel sichtbar machen, dann gekonnt per Skalpell das Ding freischneiden und gleich darauf diverse Flüssigkeiten mit dem Drain absaugen. Ohne zu zögern, greift ihr nochmal zum Skalpell, schnipselt ein bisschen herum und entfernt den Antikörper mit dem Forceps. Jetzt nur mehr noch zukleistern und mit dem antibiotischen Gel die Wunde versiegeln. Hierbei sei erwähnt, dass die Tumorbekämpfung noch zu den einfacheren Aufgaben gehört. Nicht selten hilft nur die absolute Routine, um den Kampf mit dem Tod zu gewinnen. Dabei wählt ihr mit dem Nunchuk die Instrumente aus und dirigiert sie mit der Remote über den Bildschirm. Einfach zu erlernen, schwierig zu meistern.
Operation gelungen, Patient tot.
Die Zeit ist euer größter Feind. Bei ein paar Operationen muss wirklich jeder Handgriff sitzen, um erfolgreich den Patienten zu retten. Auch wenn man alles richtig macht, reicht es oft nicht aus, die Krankheit zu besiegen. Das mag vielleicht sehr realitätsnah sein, nur ist der Frustpegel bei ein paar Eingriffen dermaßen hoch, dass einem schon recht bald die Lust am Weiterspielen vergeht. Wenn selbst beim einfachsten Schwierigkeitsgrad, die Controller Runde für Runde in der Ecke landen, wird klar, dass die Balance nicht wirklich gelungen ist. Denn während ihr bei einer Operation nahe an einem Nervenzusammenbruch seid, müht ihr euch beim nächsten Eingriff mit 08/15 Verletzungen ab. Natürlich ist das Erfolgserlebnis umso größer, wenn ihr eine, auf den ersten Blick, unheilbare Krankheit nach dem x-ten Versuch besiegt habt, dennoch ist der Weg dorthin äußerst mühsam und frustrierend.
Doktor, übernehmen Sie!
Die wirkliche Erneuerung gegenüber dem Vorgänger ist der neu integrierte Multiplayermodus. Einfach nur einen zweiten Controller anmelden und schon habt ihr einen Assistenzarzt zur Hand. Vor der Operation wählt ihr aus, welcher Doktor von wem gesteuert wird. Abgesehen von den Spezialeingriffen, die euch ermöglichen die Zeit einzufrieren oder den Pulsschlag konstant aufrecht zu halten, unterscheiden sich die beiden Charaktere aber nicht. Das ist einerseits angenehm, da beide Spieler Zugriff auf alle Utensilien haben, andererseits hätten diverse Vor- und Nachteile der Ärzte für mehr Individualität gesorgt. Wirklich löblich ist der Umstand, dass ihr beim Storymodus fließend die Spieleranzahl ändern könnt. So müsst ihr die Operationen nicht noch einmal alleine bewältigen, wenn ihr diese gemeinsam schon gemeistert habt.
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