Große Entwickler erschaffen große Spiele!
Will Wright, der Schöpfer der Sims, hat wahrlich viel geleistet, um Computerspiele massentauglich werden zu lassen. Doch die Lebenssimulation eines Menschen, einer Familie oder einer Nachbarschaft ist Wright nun nicht mehr genug. Sein neues Spiel Spore erzählt die gesamte Evolutionsgeschichte, angefangen von einer Amöbe bis hin zu einer wirtschaftlich fortgeschrittenen Zivilisation. Ist Spore das Spiel des Lebens oder verblasst es in seinem eigenen Schatten?
Spore besteht aus fünf Spielphasen, die ihr im Laufe eines Spieles immer durchlaufen müsst. Alles beginnt mit der Zellphase. Hier steuert ihr eine kleine Amöbe durch die Ursuppe und fresst euch dick und fett, um stärker zu werden und neue DNA-Stränge zu sammeln. Es ist euch selbst überlassen, in welche Richtung ihr die Amöbe entwickelt. Stattet ihr sie mit einem Rüssel aus oder gebt ihr ein kräftiges Beißwerkzeug und einen Stachel? All das läuft quasi neben dem eigentlichen Spiel in einem Baukasten ab. Der Baukasten ist ein mächtiger Editor, den es in dieser Form noch in keinem Spiel gab. Aus unzähligen Versatzstücken, Körperteilen oder Gliedmaßen baut ihr euch eine skurrile Kreatur zusammen - Grenzen setzt lediglich die eigene Vorstellungskraft. Wer mag kann allein im Editor Stunden verbringen, schließlich macht bereits das Kreieren ausgefallener Lebewesen viel Spaß und dank Onlineverknüpfung könnt ihr eure Meisterwerke problemlos mit anderen Spielern austauschen.
Selbst ist die Amöbe
Die Evolutionsrichtung eurer Kreatur wird vor allem in den beiden ersten Phase von Spore festgelegt, später entwerft ihr stattdessen Häuser, Autos oder Flugzeuge für das Volk eurer Lebewesen. Habt ihr auf derartige Eigenkreationen keine Lust und wollt euch lieber nur auf das Spiel konzentrieren, ist das auch kein Problem. Zwar lasst ihr dann den wohl besten Bereich von Spore links liegen, aber bereits die zahlreichen Vorlagen der Entwickler sind herrlich anzusehen und es macht Spaß mit ihnen zu spielen.
Evolutionäre Anfänge
Aber zurück zur Zellphase, die zumindest spielerisch arg simpel gestrickt ist. Mit der Maus schwimmt ihr in der Ursuppe herum und werdet immer größer. Nach gut 20 Minuten ist diese Phase zum Glück überstanden, eure Kreatur betritt erstmals das Land. In der Kreaturenphase erkundet ihr die Umgebung und nehmt Kontakt zu anderen Lebewesen auf. Durch Erfüllung kleinerer, wenig abwechslungsreicher Aufgaben, erhaltet ihr stets neue Körperteile für euer Vieh. Doch bis auf das Beeindrucken der anderen Lebewesen durch Kämpfe oder Musik passiert reichlich wenig. Das ändert sich ein wenig in der Stammesphase. Ihr befehligt nun nicht mehr nur noch eine Kreatur, sondern einen kleinen Stamm. Ihr geht jagen und erkundet die Umgebung. Um Fortschritte zu machen, müsst ihr andere Stämme ausfindig machen und entweder vernichten oder als Freunde gewinnen. Der Ablauf ist dabei stets derselbe, immerhin gibt der Bau von Gebäuden dem Ganzen eine kleine taktische Note.
Vom Rudel zur Zivilisation
In der Zivilisationsphase wird aus eurem Stamm eine richtige Zivilisation mit mehreren Städten. Vorzustellen habt ihr euch dies quasi als Civilization-light-Variante. Ihr baut vier verschiedene Gebäudetypen in den Städten und rekrutiert Luft-, Wasser- oder Landeinheiten. Mit diesen erobert ihr Ressourcen und greift verfeindete Zivilisationen an. Wie ihr mit den Gegnern fertig werdet, bleibt euch überlassen. Wahlweise dürft ihr eine Handelsroute eröffnen, kämpfen oder die Feinde mit Hilfe von Religion zum Überlaufen bewegen. Nachdem es auf dem Planeten keine Kontrahenten mehr gibt, bleibt nur noch die Suche nach dem Spielspaß in den Weiten des Universum. Mit einem Raumschiff fliegt ihr von Planet zu Planet, erfüllt diverse Missionen und genießt die endlich vorhandene Freiheit. Auf fremden Planeten erbaut ihr neue Städte oder ihr handelt mit den Eingeborenenstämmen. Auch wenn die Einsatzziele sich auf Dauer wiederholen, macht Spore in der Weltraumphase doch mit Abstand am meisten Spaß. Das Universum ist riesig, immer wieder gibt es etwas Neues zu entdecken.
Ende in Sicht
Habt ihr einmal alle fünf Phasen durchgespielt, was knapp fünf Stunden dauert beziehungsweise am Ende nach oben offen ist, dürft ihr später auch gleich in eine bestimmte Phase einsteigen. So lasst ihr dann etwa die langweiligen Startphasen außen vor oder übt nur ein wenig in der Kreaturenphase. Das große Problem von Spore ist allerdings, dass der Spielspaß nach dem Durchspielen aller Evolutionsstufen rapide in den Keller sinkt. Da der spielerische Kern in vier der fünf Phasen sehr dünn ist, macht ein erneutes Spielen wenig Sinn, es sei denn, ihr wollt eine eigene entworfene Kreatur in den Weltraum führen. Wir hätten uns aber innerhalb der Phasen deutlich mehr Möglichkeiten gewünscht, für Casualspieler mag es reichen, Profis werden keine lange Freude an Spore haben.
Steuerung mit Evolutionsschwächen
Nicht perfekt gelöst ist in Spore die Steuerung. Für ein an sich simples Spiel ist diese viel zu umständlich und je nach Phase ändern sich die Steuerungsmechanismen, gerade was die Kamera betrifft. Das wirkt alles wenig durchdacht und so, als ob die jeweiligen Phasen von verschiedenen Entwicklerteams erschaffen worden wären, der rote Faden bei der Bedienung fehlt einfach. Auch sonst ist die Technik des Titels nur solide, wobei wir in diesem Punkt aber auch nicht mehr erwartet hatten. Die Grafik ist beispielsweise ziemlich undetailliert für ein Spiel im Jahr 2008 und die Texturen sind furchtbar matschig. Dem Gegenüber steht allerdings der coole Look der Kreaturen sowie deren Animationen.
Selbst ist die Amöbe
Die Evolutionsrichtung eurer Kreatur wird vor allem in den beiden ersten Phase von Spore festgelegt, später entwerft ihr stattdessen Häuser, Autos oder Flugzeuge für das Volk eurer Lebewesen. Habt ihr auf derartige Eigenkreationen keine Lust und wollt euch lieber nur auf das Spiel konzentrieren, ist das auch kein Problem. Zwar lasst ihr dann den wohl besten Bereich von Spore links liegen, aber bereits die zahlreichen Vorlagen der Entwickler sind herrlich anzusehen und es macht Spaß mit ihnen zu spielen.
Evolutionäre Anfänge
Aber zurück zur Zellphase, die zumindest spielerisch arg simpel gestrickt ist. Mit der Maus schwimmt ihr in der Ursuppe herum und werdet immer größer. Nach gut 20 Minuten ist diese Phase zum Glück überstanden, eure Kreatur betritt erstmals das Land. In der Kreaturenphase erkundet ihr die Umgebung und nehmt Kontakt zu anderen Lebewesen auf. Durch Erfüllung kleinerer, wenig abwechslungsreicher Aufgaben, erhaltet ihr stets neue Körperteile für euer Vieh. Doch bis auf das Beeindrucken der anderen Lebewesen durch Kämpfe oder Musik passiert reichlich wenig. Das ändert sich ein wenig in der Stammesphase. Ihr befehligt nun nicht mehr nur noch eine Kreatur, sondern einen kleinen Stamm. Ihr geht jagen und erkundet die Umgebung. Um Fortschritte zu machen, müsst ihr andere Stämme ausfindig machen und entweder vernichten oder als Freunde gewinnen. Der Ablauf ist dabei stets derselbe, immerhin gibt der Bau von Gebäuden dem Ganzen eine kleine taktische Note.
Vom Rudel zur Zivilisation
In der Zivilisationsphase wird aus eurem Stamm eine richtige Zivilisation mit mehreren Städten. Vorzustellen habt ihr euch dies quasi als Civilization-light-Variante. Ihr baut vier verschiedene Gebäudetypen in den Städten und rekrutiert Luft-, Wasser- oder Landeinheiten. Mit diesen erobert ihr Ressourcen und greift verfeindete Zivilisationen an. Wie ihr mit den Gegnern fertig werdet, bleibt euch überlassen. Wahlweise dürft ihr eine Handelsroute eröffnen, kämpfen oder die Feinde mit Hilfe von Religion zum Überlaufen bewegen. Nachdem es auf dem Planeten keine Kontrahenten mehr gibt, bleibt nur noch die Suche nach dem Spielspaß in den Weiten des Universum. Mit einem Raumschiff fliegt ihr von Planet zu Planet, erfüllt diverse Missionen und genießt die endlich vorhandene Freiheit. Auf fremden Planeten erbaut ihr neue Städte oder ihr handelt mit den Eingeborenenstämmen. Auch wenn die Einsatzziele sich auf Dauer wiederholen, macht Spore in der Weltraumphase doch mit Abstand am meisten Spaß. Das Universum ist riesig, immer wieder gibt es etwas Neues zu entdecken.
Ende in Sicht
Habt ihr einmal alle fünf Phasen durchgespielt, was knapp fünf Stunden dauert beziehungsweise am Ende nach oben offen ist, dürft ihr später auch gleich in eine bestimmte Phase einsteigen. So lasst ihr dann etwa die langweiligen Startphasen außen vor oder übt nur ein wenig in der Kreaturenphase. Das große Problem von Spore ist allerdings, dass der Spielspaß nach dem Durchspielen aller Evolutionsstufen rapide in den Keller sinkt. Da der spielerische Kern in vier der fünf Phasen sehr dünn ist, macht ein erneutes Spielen wenig Sinn, es sei denn, ihr wollt eine eigene entworfene Kreatur in den Weltraum führen. Wir hätten uns aber innerhalb der Phasen deutlich mehr Möglichkeiten gewünscht, für Casualspieler mag es reichen, Profis werden keine lange Freude an Spore haben.
Steuerung mit Evolutionsschwächen
Nicht perfekt gelöst ist in Spore die Steuerung. Für ein an sich simples Spiel ist diese viel zu umständlich und je nach Phase ändern sich die Steuerungsmechanismen, gerade was die Kamera betrifft. Das wirkt alles wenig durchdacht und so, als ob die jeweiligen Phasen von verschiedenen Entwicklerteams erschaffen worden wären, der rote Faden bei der Bedienung fehlt einfach. Auch sonst ist die Technik des Titels nur solide, wobei wir in diesem Punkt aber auch nicht mehr erwartet hatten. Die Grafik ist beispielsweise ziemlich undetailliert für ein Spiel im Jahr 2008 und die Texturen sind furchtbar matschig. Dem Gegenüber steht allerdings der coole Look der Kreaturen sowie deren Animationen.
Kommentare zu Spore



