Adventurekost mit Gänsehautgarantie!
Noch ist es ein bisschen hin, bis ein weiteres Mal die Seuche der Umbrella Cooperation auf den örtlichen Konsolen ausbricht. Bis es nun endlich so weit ist, kann man entweder zum 10-mal durch Resident Evil 4 hetzen oder sich an einem anderen Vertreter aus dem Horrorgenre bedienen. Wie wäre es denn mit einem verlassenen Kaff, dessen einzige Einwohner herumschlurfende Zombies sind? Nein, der nächste Ausflug nach Silent Hill lässt auch noch auf sich warten, stattdessen gibt es einen Gratistrip zum verfluchten japanischen Dörfchen Hanuda von Siren Blood Curse. Nur was bietet die Neuauflage vom PS2 Spiel Forbidden Siren? Lahmer Aufguss oder packender Schocker?
Die Japanwelle nimmt kein Ende. So gut wie jeder bekannte Horrorfilm aus Fernost wurde von der Traumfabrik zu einem meist grauenhaften Remake verwurstet. So war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis sich dieser Trend auch in der Spielbranche etablieren würde. Im Falle von Siren Blood Curse macht sich der neue Anstrich aber erstaunlich gut. Statt asiatischer Charaktere lässt man ein amerikanisches Filmteam auf das mysteriöse Dorf Hanuda los, das dem Geheimnis rund um die entstellten Zombies (Shibito) auf den Grund geht. Ganz auf hippe "Teenejapaner" und dubiose "Mangagirls" mit langen schwarzen Haaren, will man aber natürlich auch nicht verzichten, was der spannenden Geschichte aber keinen Abbruch tut. Denn die Story kann wie vor 2 Jahren noch immer überzeugen, zwar versäumt man es kantige Charakterprofile einzuführen, aber das Gerüst ist stimmig und die Atmosphäre schaurig.
Was bisher geschah...
Es gilt 12 Episoden mit unterschiedlich vielen Kapiteln zu bewältigen. In jeder Mission schlüpft ihr in die Haut diverser Charaktere. So pendelt ihr zwischen Enthüllungsreporter, coolem Teenager, zwielichtigem Waffennarr und ängstlichen kleinen Mädchen hin und her. Das mag sich nach viel Abwechslung anhören, verkommt aber recht bald zur belanglosen Routine, da ihr mit euren Kameraden immer die gleichen Schauplätze abklappert. Natürlich hat es auch seinen Reiz die Umgebung aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten, trotzdem bleibt der Nachgeschmack von Levelrecycling vorhanden. Dafür sorgen ein Zusammenschnitt der bisherigen Geschehnisse am Anfang, sowie ein fieses Cliffhangerende samt kurzen Previewvideo auf die nächste Episode, für einen wunderbar unverbrauchten Seriencharakter.
Eckstein, Eckstein, alles muss versteckt sein
Ihr geht und kriecht euch durch das gruslige Dörfchen, immer auf der Hut vor den entstellten Shibito. Ohne eine Waffe solltet ihr aber jegliche Konfrontation mit den asiatischen Zombies vermeiden. Da ihr aber nicht immer eine Schaufel, Flasche oder Pistole zur Verfügung habt, heißt es beim ersten warnenden Herzklopfen sofort ein passendes Versteck zu suchen. Genau dann weiß Siren Blood Curse wirklich zu begeistern. Besonders wenn ihr als kleines Mädchen hilflos durch ein Krankenhaus stolpert und jede Begegnung mit den widerlichen Gestalten zum frühzeitigen Tod führt, schlägt der Puls auf 190. Sobald ihr aber eine passende Waffe zur Hand habt, stellen die Shibito keine wirkliche Gefahr mehr da. Drei kräftige Schläge mit der Eisenstange, schon ist ein weiteres Problem gelöst. Einmal präzise mit einem durchschlagkräftigen Gewehr den Kopf erwischt, da liegt der Nächste am Boden. Eigentlich schade, da die beklemmende Survivalatmosphäre dadurch sehr viel von ihrem Potential verliert.
Ich sehe dich
Was Siren Blood Curse aber von der Belanglosigkeit in den elitären Kreis der brauchbaren Horrorspiele hievt, ist der innovative "Gegner-Sicht-Modus". Mit L2 klinkt ihr euch in den Blickwinkel der Shibito ein. Der Bildschirm teilt sich, links steht euer Charakter und rechts gibt es tiefe Einblicke in die Egoperspektive eures Feindes. Während ihr beim PS2 Vorgänger in dieser Ansicht bewegungsunfähig wart, könnt ihr bei Blood Curse normal weiter laufen. Prinzipiell eine sinnvolle Erneuerung, nur geht die Framerate dermaßen in die Knie, dass das Spiel zu einer nervenden Ruckelorgie verkommt. Der Rest der Steuerung ist genretypisch ausgefallen. Die Vierecke - Taste zum Angreifen, der X-Button für diverse Aktionen und mit R1 kommt ihr in den Zielmodus. Besonders bei hektischen Situationen ist die an sich recht überschaubare Steuerung aber ein schwammiges Geduldspiel.
Follow me
Gelegentlich müsst ihr nicht nur eure eigene Haut retten, sondern auch den Babysitter für einen zweiten Charakter spielen. Ihr könnt simple Befehle wie "Folgen!" oder "Halt!" geben, um euren Begleiter ein wenig zu kontrollieren. Das funktioniert nur so lange, bis ihr von euren untoten Freunden heimgesucht werdet. Nicht selten kommt es vor, dass sich eurer Mitstreiter Hals über Kopf ins Verderben stürzt, indem er blindlings auf die tödlichen Shibito zustürmt. Kombiniert mit der störrischen Steuerung folgt ein frühzeitiger Tod nach dem anderen. Auch die streng linearen Missionen trüben den Gesamteindruck ein bisschen. Meistens lauft ihr von Punkt A nach B, steht dann vor einer verschlossenen Tür, rennt dann weiter nach C und den ganzen Weg wieder zurück. Knifflige Rätsel sind ebenso wenig vorhanden wie ein ausgeklügeltes Missionsdesign.
Hässlich, Grässlich, Wunderbar,..
Die schaurig schöne Welt von Siren Blood Curse ist rundum gelungen. Die aufgepeppte Grafik überzeugt durch den verstörenden Bildfilter, tolle Charakteranimationen und einem regelrecht perfiden Monsterdesign. Die Shibito könnten fast aus "The Ring" entsprungen sein, denn die ausgebleichten Gesichter verbunden mit dem abgehackten Gang sorgen für pures Gänsehautfeeling. Wenn im späteren Verlauf dann auch noch auf entstellte Insektenmutationen zurückgegriffen wird, ist der Horror perfekt. Da hinterlassen die teils matschigen Umgebungsstrukturen einen ernüchternden Eindruck. Die PS2 Wurzeln lassen sich vielleicht nicht vollkommen leugnen, aber zumindest wissen die Japan Studios diese ordentlich zu kaschieren.
Was bisher geschah...
Es gilt 12 Episoden mit unterschiedlich vielen Kapiteln zu bewältigen. In jeder Mission schlüpft ihr in die Haut diverser Charaktere. So pendelt ihr zwischen Enthüllungsreporter, coolem Teenager, zwielichtigem Waffennarr und ängstlichen kleinen Mädchen hin und her. Das mag sich nach viel Abwechslung anhören, verkommt aber recht bald zur belanglosen Routine, da ihr mit euren Kameraden immer die gleichen Schauplätze abklappert. Natürlich hat es auch seinen Reiz die Umgebung aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten, trotzdem bleibt der Nachgeschmack von Levelrecycling vorhanden. Dafür sorgen ein Zusammenschnitt der bisherigen Geschehnisse am Anfang, sowie ein fieses Cliffhangerende samt kurzen Previewvideo auf die nächste Episode, für einen wunderbar unverbrauchten Seriencharakter.
Eckstein, Eckstein, alles muss versteckt sein
Ihr geht und kriecht euch durch das gruslige Dörfchen, immer auf der Hut vor den entstellten Shibito. Ohne eine Waffe solltet ihr aber jegliche Konfrontation mit den asiatischen Zombies vermeiden. Da ihr aber nicht immer eine Schaufel, Flasche oder Pistole zur Verfügung habt, heißt es beim ersten warnenden Herzklopfen sofort ein passendes Versteck zu suchen. Genau dann weiß Siren Blood Curse wirklich zu begeistern. Besonders wenn ihr als kleines Mädchen hilflos durch ein Krankenhaus stolpert und jede Begegnung mit den widerlichen Gestalten zum frühzeitigen Tod führt, schlägt der Puls auf 190. Sobald ihr aber eine passende Waffe zur Hand habt, stellen die Shibito keine wirkliche Gefahr mehr da. Drei kräftige Schläge mit der Eisenstange, schon ist ein weiteres Problem gelöst. Einmal präzise mit einem durchschlagkräftigen Gewehr den Kopf erwischt, da liegt der Nächste am Boden. Eigentlich schade, da die beklemmende Survivalatmosphäre dadurch sehr viel von ihrem Potential verliert.
Ich sehe dich
Was Siren Blood Curse aber von der Belanglosigkeit in den elitären Kreis der brauchbaren Horrorspiele hievt, ist der innovative "Gegner-Sicht-Modus". Mit L2 klinkt ihr euch in den Blickwinkel der Shibito ein. Der Bildschirm teilt sich, links steht euer Charakter und rechts gibt es tiefe Einblicke in die Egoperspektive eures Feindes. Während ihr beim PS2 Vorgänger in dieser Ansicht bewegungsunfähig wart, könnt ihr bei Blood Curse normal weiter laufen. Prinzipiell eine sinnvolle Erneuerung, nur geht die Framerate dermaßen in die Knie, dass das Spiel zu einer nervenden Ruckelorgie verkommt. Der Rest der Steuerung ist genretypisch ausgefallen. Die Vierecke - Taste zum Angreifen, der X-Button für diverse Aktionen und mit R1 kommt ihr in den Zielmodus. Besonders bei hektischen Situationen ist die an sich recht überschaubare Steuerung aber ein schwammiges Geduldspiel.
Follow me
Gelegentlich müsst ihr nicht nur eure eigene Haut retten, sondern auch den Babysitter für einen zweiten Charakter spielen. Ihr könnt simple Befehle wie "Folgen!" oder "Halt!" geben, um euren Begleiter ein wenig zu kontrollieren. Das funktioniert nur so lange, bis ihr von euren untoten Freunden heimgesucht werdet. Nicht selten kommt es vor, dass sich eurer Mitstreiter Hals über Kopf ins Verderben stürzt, indem er blindlings auf die tödlichen Shibito zustürmt. Kombiniert mit der störrischen Steuerung folgt ein frühzeitiger Tod nach dem anderen. Auch die streng linearen Missionen trüben den Gesamteindruck ein bisschen. Meistens lauft ihr von Punkt A nach B, steht dann vor einer verschlossenen Tür, rennt dann weiter nach C und den ganzen Weg wieder zurück. Knifflige Rätsel sind ebenso wenig vorhanden wie ein ausgeklügeltes Missionsdesign.
Hässlich, Grässlich, Wunderbar,..
Die schaurig schöne Welt von Siren Blood Curse ist rundum gelungen. Die aufgepeppte Grafik überzeugt durch den verstörenden Bildfilter, tolle Charakteranimationen und einem regelrecht perfiden Monsterdesign. Die Shibito könnten fast aus "The Ring" entsprungen sein, denn die ausgebleichten Gesichter verbunden mit dem abgehackten Gang sorgen für pures Gänsehautfeeling. Wenn im späteren Verlauf dann auch noch auf entstellte Insektenmutationen zurückgegriffen wird, ist der Horror perfekt. Da hinterlassen die teils matschigen Umgebungsstrukturen einen ernüchternden Eindruck. Die PS2 Wurzeln lassen sich vielleicht nicht vollkommen leugnen, aber zumindest wissen die Japan Studios diese ordentlich zu kaschieren.
Kommentare zu Siren: Blood Curse





