Hoffnung aus deutschen Landen?
Wenn Inquisitoren sich mit Seraphim Gefechte liefern und kleine Kobolde auf das Licht am Ende des Tunnels zugehen wollen, so befindet man sich unzweifelhaft in einer Fantasiewelt, genauer in Ancaria. Als Hack&Slay-Hoffnung aus deutschen Landen gehandelt, versetzt euch Sacred 2 in eine schicke Welt voller Abenteuer. Ob der Nachfolger halten kann, was der Vorgänger versprach, sollen die folgenden Zeilen verraten.
Aller Anfang ist schwer
In unserem Falle beginnt diese Schwierigkeit bereits bei der Installation. Geduld ist die Tugend der Stunde, denn bis das Spiel sich von zwei DVDs auf die lokale Festplatte bequemt, vergehen gefühlte 30 Minuten. Ein Schelm ist, wer nun hoffnungsfroh auf die Startverknüpfung doppelklickt. Lieber erst von der Homepage des Spiels den gut 500 MB großen Day-One-Patch herunterladen, den zusätzlichen Hotfix gleich hinterher, bei der Größe wird zwar mit zusätzlichem Inhalt geworben, doch um Fehlerbeseitigung geht es natürlich auch. Eine solchermaßen gepatchte Verkaufsversion hat nun gute Chancen, zumindest ordnungsgemäß durchzustarten, von Fehlerfreiheit möchten wir jedoch nicht sprechen, doch dazu später mehr.
LAN Spiel mit nur einer Version des Spiels
Bedauerlicherweise kommt heute fast kein Spiel mehr ohne Kopierschutzfunktion aus, diese gestaltet sich im Fall von Sacred 2 jedoch erfreulich komfortabel und störungsfrei. Wer nach einer zeitlich begrenzten Probierphase weiterzocken möchte, muss die Seriennummer auf der Handbuchrückseite in einen Aktivierungsdialog einer aufgebauten Internetverbindung eingeben. Danach startet das Spiel klaglos ohne eingelegte DVD.
Lob an die Entwickler: es ist erlaubt und vorgesehen, das Spiel auf zwei Rechnern zu installieren und zu aktivieren; wenn sich diese in demselben Haushalt befinden, ist ein hausinternes Netzwerkspiel ohne Einschränkungen möglich. Nur am Multiplayerpart im Internet kann nur jeweils einer der Rechner zur gleichen Zeit teilnehmen. Saubere Sache das.
Es ist nicht alles Gold, was glänzt!
Nach einem mehr oder weniger langen Ladedialog, der durch Sprüche des Tages aufgelockert wird – besonders gefallen hat uns der Satz: wenn das Starten länger als fünf Minuten dauert, warte einfach länger – befindet man sich in der Benutzeroberfläche wieder. Diese vermittelt schon einen Eindruck von der Grafikpracht, die einen erwartet... und von den Rucklern, die Systeme unterhalb der optimalen Empfehlungen bei mittlerer bis hoher Detailstufe unweigerlich produzieren. Wie für ein Hack&Slay-Spiel mit Rollenspielansätzen üblich, muss sich der Zocker die Frage stellen, mit welchem Protagonisten er die Spielwelt (un)sicher machen möchte. Sechs optisch ebenso wie spielerisch unterschiedliche Charaktere warten darauf, von euch an der Maus herumgeführt zu werden. Genretypisch finden sich Nahkämpfer (Schattenkrieger), Fernkämpfer (Dryade) und Zauberlehrlinge (Hochelfe, Inquisitor), aber auch Hybridklassen (Tempelwächter, Seraphim). Dass sich die Klassen nicht so stereotypisch spielen, wie die Einteilung vermuten lässt, liegt an den drei unterschiedlichen Fertigkeitenzweigen, die jeder Charakter individuell anpassen kann. So beschwört der Schattenkrieger untote Gefolgsleute, die Dryade macht sich mittels Voodoozaubern die Geister ihrer Opfer gefügig, während der Tempelwächter durch Mutation die Umgebung in den Kampf mit einbezieht. Hier steckt viel Potential für Individualisierung und erhöht den Wiederspielwert, vor allem auch im Mehrspielerbereich, wenn man zu mehreren die Kampagne durchzockt.
Stimmige Präsentation
Je nach Auswahl startet ihr in einem anderen Teil des Anfangsgebiets und werdet durch kleine Tutorialquests auf euren ersten Schritten durch Ancaria begleitet. Volle Detailstufe vorausgesetzt, gibt es sehr viel zu sehen in der großen Spielwelt. Belebte und unbelebte Natur wetteifern um die Aufmerksamkeit des Spielerauges und um die Rechenkapazität eurer Hardware. Dabei bleibt es euch überlassen, wie nahe ihr eurem Helden im mehrstufigen Zoom über die Schulter schauen möchtet, wenn auch der Kamerawinkel als etwas zu steil empfunden werden dürfte, um in größter Nahansicht angenehm übersichtlich zu spielen. Wer möchte, arretiert die Kamera oder lässt sie frei der Figur folgen. Hindernisse wie Vegetation und hohe Gebäude/obere Stockwerke blenden sich meist schnell genug aus, um die Sicht nicht zu behindern, warum dies bei manchen Zelten nicht der Fall ist, bleibt des Programmierers Rätsel.
Beruf: Jäger und Sammler
Natürlich reicht die prachtvolle Grafik allein nicht aus, um anspruchsvolle Spieler lang genug bei der Stange zu halten, die üblichen Suchtfaktoren müssen her – abwechslungsreiche Gegner, mächtige Fertigkeiten und vor allem: wertvolle Beute! Mit dieser wird der Spieler in angenehmer Vielfalt überschüttet, sobald er Gegner ins Gras beißen lässt oder allenthalben herumstehende Behältnisse öffnet. In unterschiedlicher Güte erzeugen sie vor allem eines: den Wunsch nach mehr.
Durch einschmiedbare Gegenstände und Fertigkeitsspezialisierungen wird so aus einer einfachen Keule ein Hau-den-Lukas-und-jedes-rumlaufende-Monster-gleich-mit-Hammer. Marginale Änderungen im Vergleich zum Vorgänger vermitteln Wiedererkennung. Eine Dropsucht bildet sich aber erst in den höheren Schwierigkeitsstufen und im späteren Spielverlauf aus.
Schwächen beim Interface
Die Benutzeroberfläche – vor allem das Inventar – wirkt ein bisschen unfertig und fisselig, gerade in hohen Auflösungen sind kleine Gegenstände wie Ringe oder Talismane gerne mal Opfer der Nichtachtung, zumal auch wenig Kontrast vorherrscht. Auf ein Questlogbuch und Abenteuerprotokoll wie im Vorgänger hofft man vergebens, eine recht schnell unübersichtliche Aufgabensammlung in uninspirierter Optik ist der Trostpreis. Dies setzt sich in der Erzählung der Spielgeschichte fort, von episch zu sprechen ist eine glatte Übertreibung, worum es geht, erfährt der Geduldige nur aus den Questtexten und NPC-Dialogen – in schriftlicher Form, was schnell dazu führt, nur das nötigste zu überfliegen. Da von Aufgabenmangel – erfreulicherweise – nicht die Rede sein kann, endet das aber oft damit, sich in irgendeinem Teil der Welt mit Skeletten handfeste Argumente um die Köpfe zu hauen, während man schon längst vergessen hat, was eigentlich die Hauptaufgabe der Kampagne war.
Welchen Göttern huldigst du?
Im Unterschied zum Vorgänger befinden sich die Götter noch in der Nähe von Ancaria, nahe genug jedenfalls, um ihren Anhängern göttliche Gaben angedeihen zu lassen. Neben der Möglichkeit, die Kampagne als Streiter des Lichts oder Botin der Dunkelheit zu spielen, kann sich der Spieler eine göttliche Wesenheit zum Schutzpatron erwählen, was ihm Zugriff auf eine mächtige Fähigkeit gewährt, die ziemlich durchschlagend ist, aber durch lange Regenerationszeit zum Alibi verkommt. Hier wurden gute Ideen nicht zu Ende gedacht.
Nur ein Schwein spielt allein
Im Lauf der Abenteuer, die – vorausgesetzt, man nimmt die zahllosen Nebenaufträge an – einen kreuz und quer durch Ancaria hetzen, stößt man unweigerlich auf so genannte Eskortquests. Im Vorgänger aufgrund lausiger KI-Wegfindung bestgehasster Babysitter-Job, hat man auch in Sacred 2 seine liebe Not mit den Weggefährten. Egal, ob man ein Fräulein in Not zum Ehemann zurückbringt oder einen Söldner anheuert, am besten überlässt man diese Genossen sich selbst. Während unsere Söldner allesamt einen krankhaften Hang zum Selbstmord außerhalb unseres Bildschirms an den Tag legten, bescherten uns die Schutzbefohlenen ständig Nachschub an Gegnern, quasi als Mitbringsel. Was MMOG-Erfahrenen als Mob-Train Angstschweißausbrüche beschert, scheint für Ascarons KI zum normalen Procedere zu gehören. Im Falle des Feindkontakts fliehen sie vorbildlich aus dem Kampfgeschehen, nur leider in immer größeren Kreisen in die falschen Richtungen. So ziehen sie in schöner Regelmäßigkeit feindselig gesinnte Monsterhorden aus der gesamten Umgebung unter des Spielers vom Zuschlagen schon ganz stumpfe Axtschneide. Am Ende eines solchen Schlachtfestes ist entweder der Gefährte oder der Spieler, oder beide tot. Es sei denn, man hatte eine Unmenge an Heiltränken gebunkert, die wenigstens – anders als im Vorgänger – bei Benutzung automatisch auch die Gefährten mitheilen. Eine eindeutige Verbesserung, so kommt man manchmal mit einem blauen Auge davon.
Mehrspielermodus mit Hindernissen
Aufgrund dessen ist man nur allzu bereit, statt softwaregesteuerten Begleitern gleich einen echten Mitspieler in die eigene Kampagne einzuladen, um im Koop-Modus den bösen Horden das Fell abzuziehen. Warum das aber so umständlich – und im Handbuch schlicht falsch erklärt – gestaltet wurde, entzieht sich dem Verständnis des Testers. Die Tatsache, dass es einen eindeutigen Unterschied zwischen Einzelspieler- und Mehrspielercharakteren gibt, wird nirgends hinreichend erklärt und gemahnt an uralte Zeiten des ersten Diablo. Tatsache ist jedenfalls, dass nur Mehrspieler-Charaktere in der Lage sind, Kampagnen zu spielen, deren Fortschritt gespeichert und zu anderer Zeit weitergeführt werden kann. Während im ersten Sacred noch wenigstens gelevelte Einzelspielercharaktere fürs Multiplayer exportiert werden konnten, kann man in Sacred 2 zwar mit einem Einzelspielercharakter Mehrspielerrunden betreten, außer dem eigenen Charakterentwicklung hat man jedoch nichts davon, Queststatus und Fortschritt in der Kampagne werden nicht gesichert. Zum Zeitpunkt der Erkenntnis hat man jedoch in der Regel bereits ein paar Stunden Zeit ins gemeinsame Questen investiert… beim Abschalten des Rechners werden daraus lauter Nullen. Abgesehen davon macht das gemeinsame Spiel natürlich besonders in guter Zusammensetzung ordentlich Laune, reservierte Drops verhindern den Klau vor des andern Nase, eine tolle Erfindung ist der Teleport via Portrait direkt zum Mitspieler, falls man mal das Zeitliche segnet. Damit gehören zumindest diese ellenlangen Laufwege der Vergangenheit an. Warum man manchmal die Ausrüstung seiner Mitspieler nicht korrekt auf dem eigenen Bildschirm angezeigt bekommt, bleibt das Geheimnis des Netzwerkcodes. Mit dem allerneusten neusten Hotfix scheinen zudem die anfänglichen Probleme des Mehrspielermodus via Internet größtenteils gelöst worden zu sein, regelmäßiges Löschen von Fortschritten oder Items dürfte damit hoffentlich selten geworden sein.
In unserem Falle beginnt diese Schwierigkeit bereits bei der Installation. Geduld ist die Tugend der Stunde, denn bis das Spiel sich von zwei DVDs auf die lokale Festplatte bequemt, vergehen gefühlte 30 Minuten. Ein Schelm ist, wer nun hoffnungsfroh auf die Startverknüpfung doppelklickt. Lieber erst von der Homepage des Spiels den gut 500 MB großen Day-One-Patch herunterladen, den zusätzlichen Hotfix gleich hinterher, bei der Größe wird zwar mit zusätzlichem Inhalt geworben, doch um Fehlerbeseitigung geht es natürlich auch. Eine solchermaßen gepatchte Verkaufsversion hat nun gute Chancen, zumindest ordnungsgemäß durchzustarten, von Fehlerfreiheit möchten wir jedoch nicht sprechen, doch dazu später mehr.
LAN Spiel mit nur einer Version des Spiels
Bedauerlicherweise kommt heute fast kein Spiel mehr ohne Kopierschutzfunktion aus, diese gestaltet sich im Fall von Sacred 2 jedoch erfreulich komfortabel und störungsfrei. Wer nach einer zeitlich begrenzten Probierphase weiterzocken möchte, muss die Seriennummer auf der Handbuchrückseite in einen Aktivierungsdialog einer aufgebauten Internetverbindung eingeben. Danach startet das Spiel klaglos ohne eingelegte DVD.
Lob an die Entwickler: es ist erlaubt und vorgesehen, das Spiel auf zwei Rechnern zu installieren und zu aktivieren; wenn sich diese in demselben Haushalt befinden, ist ein hausinternes Netzwerkspiel ohne Einschränkungen möglich. Nur am Multiplayerpart im Internet kann nur jeweils einer der Rechner zur gleichen Zeit teilnehmen. Saubere Sache das.
Es ist nicht alles Gold, was glänzt!
Nach einem mehr oder weniger langen Ladedialog, der durch Sprüche des Tages aufgelockert wird – besonders gefallen hat uns der Satz: wenn das Starten länger als fünf Minuten dauert, warte einfach länger – befindet man sich in der Benutzeroberfläche wieder. Diese vermittelt schon einen Eindruck von der Grafikpracht, die einen erwartet... und von den Rucklern, die Systeme unterhalb der optimalen Empfehlungen bei mittlerer bis hoher Detailstufe unweigerlich produzieren.
Stimmige Präsentation
Je nach Auswahl startet ihr in einem anderen Teil des Anfangsgebiets und werdet durch kleine Tutorialquests auf euren ersten Schritten durch Ancaria begleitet. Volle Detailstufe vorausgesetzt, gibt es sehr viel zu sehen in der großen Spielwelt. Belebte und unbelebte Natur wetteifern um die Aufmerksamkeit des Spielerauges und um die Rechenkapazität eurer Hardware.
Beruf: Jäger und Sammler
Natürlich reicht die prachtvolle Grafik allein nicht aus, um anspruchsvolle Spieler lang genug bei der Stange zu halten, die üblichen Suchtfaktoren müssen her – abwechslungsreiche Gegner, mächtige Fertigkeiten und vor allem: wertvolle Beute! Mit dieser wird der Spieler in angenehmer Vielfalt überschüttet, sobald er Gegner ins Gras beißen lässt oder allenthalben herumstehende Behältnisse öffnet. In unterschiedlicher Güte erzeugen sie vor allem eines: den Wunsch nach mehr.
Durch einschmiedbare Gegenstände und Fertigkeitsspezialisierungen wird so aus einer einfachen Keule ein Hau-den-Lukas-und-jedes-rumlaufende-Monster-gleich-mit-Hammer. Marginale Änderungen im Vergleich zum Vorgänger vermitteln Wiedererkennung. Eine Dropsucht bildet sich aber erst in den höheren Schwierigkeitsstufen und im späteren Spielverlauf aus.
Schwächen beim Interface
Die Benutzeroberfläche – vor allem das Inventar – wirkt ein bisschen unfertig und fisselig, gerade in hohen Auflösungen sind kleine Gegenstände wie Ringe oder Talismane gerne mal Opfer der Nichtachtung, zumal auch wenig Kontrast vorherrscht. Auf ein Questlogbuch und Abenteuerprotokoll wie im Vorgänger hofft man vergebens, eine recht schnell unübersichtliche Aufgabensammlung in uninspirierter Optik ist der Trostpreis. Dies setzt sich in der Erzählung der Spielgeschichte fort, von episch zu sprechen ist eine glatte Übertreibung, worum es geht, erfährt der Geduldige nur aus den Questtexten und NPC-Dialogen – in schriftlicher Form, was schnell dazu führt, nur das nötigste zu überfliegen. Da von Aufgabenmangel – erfreulicherweise – nicht die Rede sein kann, endet das aber oft damit, sich in irgendeinem Teil der Welt mit Skeletten handfeste Argumente um die Köpfe zu hauen, während man schon längst vergessen hat, was eigentlich die Hauptaufgabe der Kampagne war.
Welchen Göttern huldigst du?
Im Unterschied zum Vorgänger befinden sich die Götter noch in der Nähe von Ancaria, nahe genug jedenfalls, um ihren Anhängern göttliche Gaben angedeihen zu lassen. Neben der Möglichkeit, die Kampagne als Streiter des Lichts oder Botin der Dunkelheit zu spielen, kann sich der Spieler eine göttliche Wesenheit zum Schutzpatron erwählen, was ihm Zugriff auf eine mächtige Fähigkeit gewährt, die ziemlich durchschlagend ist, aber durch lange Regenerationszeit zum Alibi verkommt. Hier wurden gute Ideen nicht zu Ende gedacht.
Nur ein Schwein spielt allein
Im Lauf der Abenteuer, die – vorausgesetzt, man nimmt die zahllosen Nebenaufträge an – einen kreuz und quer durch Ancaria hetzen, stößt man unweigerlich auf so genannte Eskortquests. Im Vorgänger aufgrund lausiger KI-Wegfindung bestgehasster Babysitter-Job, hat man auch in Sacred 2 seine liebe Not mit den Weggefährten. Egal, ob man ein Fräulein in Not zum Ehemann zurückbringt oder einen Söldner anheuert, am besten überlässt man diese Genossen sich selbst. Während unsere Söldner allesamt einen krankhaften Hang zum Selbstmord außerhalb unseres Bildschirms an den Tag legten, bescherten uns die Schutzbefohlenen ständig Nachschub an Gegnern, quasi als Mitbringsel. Was MMOG-Erfahrenen als Mob-Train Angstschweißausbrüche beschert, scheint für Ascarons KI zum normalen Procedere zu gehören. Im Falle des Feindkontakts fliehen sie vorbildlich aus dem Kampfgeschehen, nur leider in immer größeren Kreisen in die falschen Richtungen. So ziehen sie in schöner Regelmäßigkeit feindselig gesinnte Monsterhorden aus der gesamten Umgebung unter des Spielers vom Zuschlagen schon ganz stumpfe Axtschneide. Am Ende eines solchen Schlachtfestes ist entweder der Gefährte oder der Spieler, oder beide tot. Es sei denn, man hatte eine Unmenge an Heiltränken gebunkert, die wenigstens – anders als im Vorgänger – bei Benutzung automatisch auch die Gefährten mitheilen. Eine eindeutige Verbesserung, so kommt man manchmal mit einem blauen Auge davon.
Mehrspielermodus mit Hindernissen
Aufgrund dessen ist man nur allzu bereit, statt softwaregesteuerten Begleitern gleich einen echten Mitspieler in die eigene Kampagne einzuladen, um im Koop-Modus den bösen Horden das Fell abzuziehen. Warum das aber so umständlich – und im Handbuch schlicht falsch erklärt – gestaltet wurde, entzieht sich dem Verständnis des Testers. Die Tatsache, dass es einen eindeutigen Unterschied zwischen Einzelspieler- und Mehrspielercharakteren gibt, wird nirgends hinreichend erklärt und gemahnt an uralte Zeiten des ersten Diablo. Tatsache ist jedenfalls, dass nur Mehrspieler-Charaktere in der Lage sind, Kampagnen zu spielen, deren Fortschritt gespeichert und zu anderer Zeit weitergeführt werden kann. Während im ersten Sacred noch wenigstens gelevelte Einzelspielercharaktere fürs Multiplayer exportiert werden konnten, kann man in Sacred 2 zwar mit einem Einzelspielercharakter Mehrspielerrunden betreten, außer dem eigenen Charakterentwicklung hat man jedoch nichts davon, Queststatus und Fortschritt in der Kampagne werden nicht gesichert. Zum Zeitpunkt der Erkenntnis hat man jedoch in der Regel bereits ein paar Stunden Zeit ins gemeinsame Questen investiert… beim Abschalten des Rechners werden daraus lauter Nullen.
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