Seit Entwicklerlegende Jordan Mechner 1989 den "Prince of Persia" auf die damaligen Heimcomputer losließ, feierte eben jener besagte Protagonist über die Jahre hinweg immer wieder ein Comeback in diversen Ablegern. Die damals wahnwitzig anmutenden Animationen, die Symbiose aus Schwertkämpfen, Kletterpartien und das umgehen tödlicher Fallen waren dann immer das Aushängeschild der PoP-Spiele. Mit "The Sands of Time" ebnete Ubisoft dann 2003 den Höhepunkt der Prinzen-Saga und bot dem Spiel neben einer opulenten Optik und toller Technik das Feature, die Zeit mit Hilfe des namensgebenden Sandes zurückzuspulen und den Helden vor dem sicheren Tod zu bewahren.
2004 und 2005 folgten dann noch zwei Fortsetzungen, die den Handlungsstrang fortführten und um einige Features erweitert wurden. Zum 20. Geburtstag der Prince of Persia- Spiele wagt Ubisoft nun einen Neuanfang. Und was für einen!
Die vorangegangene Trilogie ist Geschichte und der Sand der Zeit hat ausgedient. Stattdessen schickt sich ein neuer Prinz an, das Land von einem großen Unheil zu bewahren.
PrinzenrolleDer namenlose Held ist kein wirklicher Prinz. Er ist ein Tunichtgut, der sich von Abenteuer zu Abenteuer stürzt und in den Tag hinein lebt. Das ändert sich schlagartig, als ihm die hübsche Elika begegnet. Die ansehnliche Dame wird von mehreren Männern verfolgt und wirkt verängstigt. Klar, dass sich der Held der Sache annimmt und der Dame zur Seite steht – nichtsahnend, in was sich der junge Wüsten-Desperado da verstrickt...
Der Böse Ahriman, Gott der Zerstörung, ist aus seiner Gefangenschaft befreit worden und stürzt das Land in Angst und Schatten. Seine vier "apokalyptischen Reiter" haben allesamt Teile der angrenzenden Ländereien an sich gerissen und stürzen diese in eine tiefschwarze Welt. Der wahnsinnige Alchemist, der hünenhafte Golem oder die diabolische Konkubine, jeder der Bossgegner hat eine eigene Motivation das Land ins Chaos zu stürzen. Gut zu wissen, dass die zarte Elika über magische Fähigkeiten verfügt und den Invasoren die Stirn zu bieten weiß. Und inmitten des ganzen Chaos steht – der Prinz.
Das ungleiche Pärchen verbindet eine Zweckgemeinschaft, die in der lädierten Tempelanlage ihren Anfang findet. Von hier aus führen vier Routen zu den in verschiedenen Abschnitten unterteilten Ländereien, die es Stück für Stück zu befreien und zu heilen gilt. Zu Beginn sind nur wenige Abschnitte zu erreichen. Erst, wenn die verseuchten Orte von Ahrimans Schergen befreit sind, kann Elika das Land heilen und die Dunkelheit vertreiben. Die dann erscheinenden "Lichtkeime", sind die Objekte der Begierde. Sie verstärken Elikas Fähigkeiten und schalten so Stück für Stück neue, erreichbare Abschnitte frei.
Wie Cloak & DaggerDas Spielprinzip baut also darauf auf, dass das dynamische Duo nun Abschnitt für Abschnitt säubert, die Zwischen- bzw. Bossgegner vertreibt und die nun erscheinenden Lichtkeime in den verschiedenen Ländereien aufsammelt. Ist die vorgegebene Anzahl erreicht, geht es zurück zum hiesigen Tempel wo wiederum neue Fähigkeiten auf Elika und ihren athletischen Begleiter warten.
Das ganze ist zuckersüß präsentiert: Alle Skeptiker, die der neuen Spielmechanik kein Sandkörnchen über den Weg trauen wollten, werden hier nun eines besseren belehrt. Die schöne Elika ist mehr als nur schmückendes Beiwerk:
Sie ist des Prinzen Lebensversicherung und sein verlängerter Arm in brenzligen Situationen. Konnte man sich in den letzten drei Spielen noch auf seinen Zeitsand berufen, übernimmt nun Elika jenen Part der dem Prinzen jederzeit den Ar... ähmm...den Turban rettet. So erscheint nach jedem missglückten Sprung Elikas rettende Hand und hievt den Spieler auf die letzte, feste Plattform die als Ausgangspunkt diente. Ebenso ist sie fester Bestandteil in Kämpfen, in denen sie dem Helden durch flotte Akrobatik und Magieeinsatz zur Seite steht.
So gesehen ist der Heldentod in Prince of Persia schlichtweg unmöglich! Diese Tatsache will erstmal verdaut werden. So könnte man annehmen, dass der Spielablauf und die Dramatik unter dieser Tatsache leiden, tun sie aber nicht! Das gesamte Spiel gibt sich zu jedem Zeitpunkt absolut fair und fordert dem Joypad-Akrobaten eine Menge ab. Schön, dass die unzähligen Heldentode keinen GameOver-Bildschirm, sondern die zarten Frauenhände des Prinzen Luders zur folge haben. So wird der Spielfluss nicht gestört und man traut sich auch die wahnwitzigsten und anspruchsvollsten Klettereinlagen zu, ohne die Angst des Neuanfangs im Nacken zu haben! Absolut genial gelöst!
Harmonische AbenteuerbewältigungEbenso positiv fällt die KI und die Integration Elikas im gesamten Abenteuer auf. Nicht einmal steht die holde Dame im Weg oder überrascht den Spieler durch dämliche Aktionen, die man in so manch anderem Videospiel vorfindet. Wenn sich die beiden händchenhaltend über Abgrüne fortbewegen, sich beim Klettern Hilfestellungen geben, sich auffangen oder sich für zuvorkommendes Verhalten nett untereinander bedanken, dann ist das schon verdammt niedlich anzuschauen. Der Spieler erlebt eine wunderschöne, romantische und herzerwärmende Erfahrung, die man so noch nie zuvor gesehen hat und die man sich nach den ersten Spielminuten gar nicht mehr wegdenken mag!
Dieses "Verhältnis" zwischen den beiden Helden wird noch von den pfiffigen und toll inszenierten Dialogen unterstrichen, die dem Spieler in Form kürzerer Videoeinblendungen oder wahlweise per Knopfdruck im laufenden Spiel präsentiert werden. So glänzt der Prinz (wie auch alle anderen beteiligten Charaktere) mit einer perfekten Synchronstimme und trumpft mit allerlei Wortwitz und gut getimten Running-Gags auf. Auch die Beziehung der beiden Heldenfiguren und der sich schnell einstellende Beschützerinstinkt gegenüber Elika werden hier gekonnt ins Gameplay integriert.
BeziehungskisteWie in jeder intakten Beziehung lassen auch schon mal der Prinz und seine Elika die Fetzen fliegen. Aber anstatt Porzellan und Bilderrahmen fliegen hier zwei elfenhaft anmutende Wesen durch die Lüfte. Auf Knopfdruck kann der Prinz seinen hübschen Sidekick zur Hilfe holen, welche den Gegner mit magischen Fähigkeiten und in Komboketten verknüpften Angriffen auf den Zahn fühlt. Die Kämpfe sind im gesamten Spiel recht selten geworden und man duelliert sich hier ausschließlich mit einzelnen Kontrahenten anstatt (wie früher) mit größeren Gegneransammlungen. Das hat ein neu konzipiertes Kampfsystem zur Folge, in dem besonders häufiges Blocken und Parieren der gegnerischen Angriffe gefragt ist. Durch das Aneinanderreihen der verschiedenen Wurf-, Stich- und Luftangriffe kann der Prinz seinen Gegnern ordentlichen Schaden zufügen. Ebenso kann man die hübsche Elika in die Lüfte schicken, um mit ihr zusammen zirkusähnliche Aktionen auf des Gegners Haupt enden zu lassen – inklusive Schwertangriff.
Wie auch bei den unzähligen Kletteraktionen, kann der Held bei verloren geglaubtem Kampf nicht sterben. Elika richtet ihren Prinzen wieder auf und schickt ihn gegen - den ebenfalls wieder energiegeladenen - Gegner zurück auf die Matte. So können einige Kämpfe schon mal bis zu zehn Minuten andauern und manchmal auch recht eintönig oder zu lang erscheinen. Insgesamt wirken die Auseinandersetzungen mit den Schattenkriegern allerdings stimmig und homogen.
Einige der anstehenden Kämpfe kann der Spieler auch umgehen, indem er einen sich gerade materialisierenden Gegner per Schwerthieb in seine Schattenwelt zurückbefördert oder ihm im offenen Kampf vor Schluchten oder Mauern das Schwert in den tiefschwarzen Bauch rammt. Durch die teils ziemlich zähen Kämpfe, kann man schon bei den Standardgegnern von Bosskämpfen sprechen. Kein Gegner hält hier als Kanonenfutter her, sondern fordert den Spieler zu einem Wechselbad aus aktivem Angriff, passivem Blocken und Abwarten feindlicher Schläge.
Ich glaub da komm ich hoch...!Im Gegensatz zu den reduzierten Kämpfen, setzt das Gameplay vermehrt auf die akribischen Kletteraktionen, die seit Playstation2-Zeiten das Markenzeichen der Serie wurden. Ohne den Zeitsand vorangegangener Tage nutzen zu können, hat der Prinz neben seiner Elika noch einen überaus praktischen Klauenhandschuh im Schlepptau. Der findet neben den Kämpfen - aber ganz besonders während der unzähligen Kletterpartien - seine enorme Daseinsberechtigung. So ermöglicht er dem Helden das zeitlich begrenzte Laufen an Wänden und Decken sowie das Festkrallen und langsame Herabrutschen von tiefen Abgründen und Schluchten.
In den Levels gibt es jede Menge Möglichkeiten die akrobatischen Fähigkeiten des Prinzen auf die Probe zu stellen. Stangen, Säulen, Wände, Efeugeflechte und Rillen in der Wand sind des Prinzen Fortbewegungsmittel. Bei besonders waghalsigen Sprüngen über große Distanzen kann man per Knopfdruck Elikas Hilfe anfordern. Sie gibt dem Prinzen auf halber Höhe noch mal einen zusätzlichen Schub und befördert ihn zu vorher unerreichbaren Stellen. Nachdem ein Gebiet "gesäubert" wurde, verleiht Elika dem Landstrich seinen alten Glanz zurück und da, wo einst der Schatten regierte, entfachen Flora und Fauna zu neuem Leben. Neben dem optischen Neuanstrich und einem wohligen Gefühl, etwas Positives erschaffen zu haben, sollte spätestens jetzt der Sammlerdrang eines jeden Spielerherzen die Oberhand gewinnen. Überall im Level sind von nun an die begehrten Lichtkeime verstreut, die es einzusammeln und im Tempel gegen neue Fertigkeiten einzutauschen gilt. Das macht anhand der geforderten Klettereien richtig viel Spaß und so manch unerreichtes Plateau offenbart sich dem Duo erst nach dem zweiten oder dritten Besuch. Vereinzelte Rätsel strengen die grauen Zellen an, sind aber rar gesät und lockern den Spielfluss auf, ohne aufgesetzt zu wirken.
Die Klettereinlagen machen das Herzstück des Games aus und suchen ihresgleichen. Kein anderes Spiel bietet derartige, wunderschön inszenierte Turnübungen, die gepaart mit dem tollen Handling zu keiner Zeit frustrieren oder den Spieler vor unüberwindbare Aufgaben stellen. Und wenn ein Versuch in die Hose bzw. in die Stofflaken des Prinzen geht, dann ist die sexy Lebensversicherung Elika zur Stelle und zieht die Karre aus dem Dreck...
TomTom? Nein! ElikaElika samt umfangreichem KartenmaterialDie beiden Weltenretter werden bis zu ihrem finalen Weg zum Ziel einige Kilometer auf ihrem persischen Tacho verbuchen. Vom Herzstück, der Tempelanlage, die in die verschiedenen Bereiche führt, bis zu den entlegensten Winkeln, sprinten, klettern und fliegen die beiden über weite Distanzen.
Fliegen?! Ja! – in den Levels sind teils leicht, teils schwer erreichbare Teleporter in Form gelber kryptischer Platten angebracht, die nachdem sie aktiviert wurden, zu einem Sightseeing in die Lüfte einladen. Mit deren Hilfe erreichen die beiden ungeahnte Areale oder kürzen weite Strecken per Peter Pan – Flugeinlagen ab.
Ein Druck auf die Select-Taste öffnet die übersichtliche Karte, die den Helden zugängliche und versperrte Levealabschnitte sowie die Anzahl der benötigten Lichtkeime anzeigt. Auf Wunsch erzählt Elika, was die Orte so besonders macht oder was den Spieler in den Abschnitten erwartet. So erfährt man optional noch zusätzliche Einzelheiten über die wunderschöne Geschichte eines prunkvollen Königreichs und über das dunkle Schicksal, in das es gestürzt wurde. Orte von Interesse können per Kopfdruck markiert und als Zielpunkt gesetzt werden. Im laufenden Spiel kann man Elika nun jederzeit dazu auffordern, einen Lichtschweif abzusondern der den beiden den direkten Weg zum Ziel offenbart. Das ist praktisch gelöst und sehr stimmig in Szene gesetzt. Es sei aber angemerkt, dass sich das Spiel trotz seiner Größe dennoch recht linear gibt. Es erstickt den Forscherdrang nicht in engen Levelschläuchen, lässt dem Spieler allerdings abseits der größeren, erkundbaren Levelareale kaum Freiraum für Abstecher jenseits des abgesteckten Weges. Das wird allerdings gut kaschiert und offenbart subtil auch immer die richtige Lösung, wie man die gestellten Kletteraufgaben angehen muss.
Wie aus tausend und einer (Comic-)NachtSchon mutig, dass Ubisoft im aktuellen Prince of Persia auf den extravaganten Cel-Shading-Look setzt. Hatten doch schon ausgezeichnete Titel wie der Ego-Shooter "XIII" auf die comicartige Darstellung gebaut und sich ordentlich die Finger verbrannt. Die grafische Präsentation des Spiels ist aber über jeden Zweifel erhaben. Neben dem recht neuen Gameplay ist es besonders die unverbrauchte Optik, die dem Spieler einen Neuanfang in des Prinzen Abenteuer suggeriert. Die Grafik wirkt einfach wie aus einem Guss. Sei es bei der schönen Präsentation der Menüs, dem wunderschönen, unaufdringlichen Soundtrack inklusive der perfekten Synchronstimmen oder der opulent in Szene gesetzten Kulisse – das Spiel sprüht vor Charme und schönen Momenten. Die Akteure sind superb animiert und detailliert modelliert. Der Wechsel zwischen Licht und Schatten lässt besuchte Bereiche der Levels abwechslungsreich in neuem Glanz erstrahlen und auf manchem Hügel offenbart sich dem Spieler eine enorme Weitsicht auf tatsächlich erreichbare Orte. Ein, zwei Grafikfehler gilt es zwar zu verschmerzen, die fallen allerdings bei der Fülle an Details, der perfekten Kollisionsabfrage und der geschmeidigen Animationen der beiden Protagonisten kaum ins Gewicht.
Die kurzen Ladezeiten, die stilvolle Aufmachung der Menüs und die Tatsache, dass es weder bei den Speicherständen, den Einstellmöglichkeiten oder sonst wo irgendwas zu meckern gibt, soll an dieser Stelle noch mal gesondert hervorgehoben werden. Sobald die Disk im Laufwerk rotiert, taucht der Spieler ab, in eine Welt voller Schönheit und Mysterien. Die Erzählung über einen vorlauten Wanderer und seine Prinzessin, über das Zusammenfinden in ausweglosen Situationen und die schiere Abhängigkeit voneinander, präsentiert eine wunderschöne Geschichte, die auf emotionaler wie auch auf spielerischer Ebene absolut überzeugt. Bleibt nur zu hoffen, dass dem Prinzen nicht das selbe Schicksal ereilt wie seinen Cell-Shading-Kollegen– das wäre dann definitiv eine Tragödie, denn dieses Spiel sprüht nur so vor Charme und ist der Beweis, wie stimmig sich dieser Grafikstil ins Gesamtgefüge einbinden lässt.
87%
Der Grafikstil scheint auf den ersten Blick ungewöhnlich und für manch einen auch unpassend wirken. Nach den ersten Spielminuten sollten sich diese Bedenken aber in die Luft auflösen. Alles wirkt wie aus einem Guss und die butterweichen Animationen und die abwechslungsreichen Areale samt ihrer optischen Verwandlung belohnen das Auge mit einer üppigen Weitsicht und grafischen Finessen. Motion-Blur-Effekte und Magiezauber runden das Gesamtbild ab. Tolle, kontrastreiche Farben und detaillierte Charaktermodelle sowie der einzigartige Stil verwöhnen das Auge. Wo in anderen Spielen immer mehr auf Realismus gesetzt wird, zeigt der Titel eine andere Art der optisch opulenten Präsentation auf.
86%
Klänge aus dem fernen Orient, eine glasklare Sprachausgabe und viel Wortwitz sind bei Prince of Persia das Salz in der Suppe. Es macht Spaß, den Dialogen zu lauschen und die tollen Synchronstimmen fangen die Stimmung des Spiels sehr gut ein. Die musikalische Untermalung ist durchweg gelungen. Unaufdringliche, teils wunderschöne, orientalische Melodien erklingen beim Erkunden der Gegend, während die Musik bei Kämpfen zunehmend treibender und bedrohlicher wirkt.
90%
Das Gameplay setzt wieder voll auf das Erkunden und Klettern durch optisch ansprechende Kulissen. Gekämpft wird im neuen "Prinzen" verhältnismäßig wenig, das Hauptaugenmerk gilt hier dem Erforschen der Areale und dem späteren Aufsammeln der Lichtkeime. Die Kämpfe könnten dem einen oder anderen ohnehin etwas sauer aufstoßen, da diese sich eigentlich recht schnell wiederholen und etwas zu langatmig geraten sind. Das Aufsammeln der Lichtkeime und das Kraxeln durch schwindelerregende Höhen sind die wahren Highlights in "Prince of Persia". Die Steuerung ist anspruchsvoll und setzt gutes Timing voraus, ist aber absolut gut und zugänglich umgesetzt und erlaubt dem Spieler recht schnell, waghalsige Aktionen auszuführen. Gepaart mit den neuen Elementen, wie etwa Elikas Fähigkeiten, verschmilzt alles zu einem positiven Gesamteindruck.
87%
Zu Spielbeginn führt ein gelungenes Tutorial zu ersten Erfolgen. Durch Texteinblendungen und die dabei fortlaufende Geschichte lernt der Spieler die Fähigkeiten des Prinzen kennen und schätzen. Behutsam wird man an die Materie herangeführt und bald empfindet man selbst die entlegensten Stellen als einfach zu erreichen. Durch das Feature, nicht sterben zu können, traut man sich auch waghalsige Aktionen zu und das Aufsammeln der Lichtkeime verkommt nicht zu lästiger Routine sondern motiviert auch, bereits erforschte Gebiete erneut aufzusuchen. Der Schwierigkeitsgrad steigt kontinuierlich an und so mancher Kampf kann dann auch schon mal die Zehn-Minuten-Grenze knacken. Das Spiel ist sehr gut ausbalanciert und die Motivation bleibt bis zum Ende des Spiels auf konstant hohem Niveau.
pro
Tolle AtmosphäreWunderschöne AnimationenMotivierende KlettereinlagenGute SynchronstimmenElika als LebensversicherungKlasse PräsentationKaum Ladezeiten
contra
Grafikstil nicht jedermanns SacheTeils lange LaufwegeSich wiederholende Kämpfe
88%
Als ich die ersten Fotos zum kommenden "Prinzen-Abenteuer" gesehen habe, war ich nicht sonderlich begeistert. Hatte mir doch "Sands of Time" und dessen Fortsetzungen zu gut gefallen. Klar, zum Ende hin war da die Luft raus aber das, was sich da jetzt ankündigte, sah erst mal nicht nach dem Prinzen aus, den ich mir erhofft hatte. Und jetzt das: Schon beim Startbildschirm verpufften viele Bedenken. Alles wirkt stimmig und man kann sich dem Spiel kaum entziehen. Zu schön ist die Geschichte um den mittellosen Rumtreiber und seine Prinzessin. Es keimen wohlgesonnene Gefühle auf, den beiden bei ihrer Arbeit zuzusehen, wie sie sich stets gegenseitig unter die Arme greifen. Wirklich toll ist auch, dass Elika nicht nur schmuckes Beiwerk, sondern ein wesentliches Gameplayelement ist, und dass sie zu keiner Zeit stört. Ganz im Gegenteil – man kann sie sich gar nicht mehr wegdenken. Ich werde mich noch einige Male in den fernen Orient begeben und meinem neuen Traumpaar bei ihrer Odyssee behilflich sein. Los Manina, den Esel finden wir auch noch!
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