Von der Absteige zum Luxushotel - Du hast es in der Hand!
Vom einfachen Pagen zum Besitzer einer Luxushotelkette. Diese Traumkarriere konnten Spieler zumindest am heimischen PC vor sieben Jahren verwirklichen. Dass "Hotel Gigant" besonders in Deutschland einen achtenswerten Erfolg feiern durfte, liegt wohl an der allgemeinen Begeisterung für Wirtschaftssimulationsspiele in diesen unseren Landen. Das ruft natürlich Nachahmer und Nachfolger auf den Plan zu denen auch "Hotel Gigant 2" gehört.
Die Mission ist denkbar einfach und doch so komplex. Verwandelt eine mäßig erfolgreiche Absteige zu dem führenden Luxushotel der Welt schlechthin. Dabei habt ihr die Wahl, ob ihr ganz von vorne mit dem Kauf eines Grundstücks beginnen wollt, oder in einem kleinen Unternehmen einsteigt. Wer es etwas knapper mag, greift sich eine der insgesamt 15 Kampagnen. Dabei fällt besonders Sims-Kennern der Einstieg leicht. Denn auch hier heißt es neben dem Bauplan vor allem den Wünschen und Bedürfnissen eurer Gäste nachzukommen und die Zimmer mit Betten, Telefonen, Badeutensilien und allerhand Kleinkram zu schmücken. Allerdings werden Fans der Simsserie sich wesentlich schwerer tun Gegenstände zu platzieren, da die Mausabfrage sehr ungenau funktioniert und die Kameraeinstellung zwar jede erdenkliche Ansicht bietet, aber auch hier fast immer umständliches Nachjustieren nötig ist.
Rezeptionsalltag
Da die meisten Hotelzimmer sich ähneln wie ein Frühstücksei dem andern, speichern wir unseren "Prototypen" als Vorlage ab. So bauen wir in Windeseile Stockwerk für Stockwerk wobei jede Änderung der fertigen Zimmer in Design und Ausstattung automatisch auf alle entsprechende Räume übertragen wird. Sind die Zimmer erst einmal eingerichtet, das Frühstücksbuffet geplant, Wellness-Club und Schwimmbad fertiggestellt und die Rezeption besetzt, heißt es große Eröffnung feiern worauf ihr fortan fast ausschließlich damit beschäftigt seid, den Wünschen und Beschwerden eurer Gäste nachzugehen. Das fordert selbst Simulationsprofis und überfordert Einsteiger.
Grafik
Unsere Hotels sind sauber und stets klinisch rein. Dafür sorgt allein schon die Grafik welche mit spiegelnden Fließen und schicken Effekten glänzt. Auch die zahlreichen Objekte geben dem Spieler viel individuellen Spielraum ohne dabei allerdings das volle Potential des optischen Feedbacks zu nutzen. So wäre es beispielsweise sinnvoll, den Ärger des Gastes mit einer Rauchwolke über dem Kopf darzustellen oder umgekehrt mit einer Sonne für die Zufriedenheit. Solch fehlende Details erschweren dem Manager unnötig die Arbeit und machen das Spiel zäher, als es eh schon ist. Wer will, kann dem Gast mittels automatischer Kamera folgen und sich so ein Bild über seine Aktivitäten im Haus machen. Sehr gefallen haben uns die weichen und stimmigen Texturen welche auch bei näherer Betrachtung der Räume kein Kantenflimmern zulassen. Ärgerlich hingegen ist die teils störrische Kamera welche sich oft in Wänden verliert. So bleibt es nicht aus, dass der Spieler unnötig viel Zeit mit dem Nachjustieren der Kamera verschwendet. Ein absoluter Atmosphärekiller ist das meist fehlende oder mit einer matschigen 2D-Textur versehene Außenareal.
Sound
Die Entwickler ignorierten so gut wie jedes akustische Feature, welches heute "zum guten Ton" eines solchen Titels gehört und nerven den Spieler dafür mit langweiliger Fahrstuhlmusik deren Umfang aus gerade einmal einem Stück zu bestehen scheint. Weder hat man an die Einbindung eigener Musik gedacht, noch wird das Spiel durch atmosphärische Geräusche wie Schritte im Eingangsbereich, Gemurmel oder sonstigen Samples getragen. Da wird auch der geduldigste Spieler schnell den Ausschalter suchen, an den die Entwickler aber in weißer Voraussicht gedacht haben.
Gameplay
Wie schwierig es ist, eine Horde anspruchsvoller Gäste zufrieden zu stellen und dabei weder die Kasse, noch die Bedürfnisse des Personals aus den Augen zu verlieren, kann man kaum realistischer umsetzen. Wenn der zehnte Gast über die Speisekarte schimpft und weitere den Fitnessbereich bemängeln wird schnell klar, dass Hotelmanagement vor allem eines bedeutet: Arbeit! Das Arbeit auch Spaß machen kann, wird dabei allerdings auch schnell klar denn der "Hotel Gigant 2" protzt geradezu mit Details und einer enormen Komplexität, in der sich Simulationsfans nur allzu gerne festbeißen.
Motivation
Während Anfänger schnell überfordert werden, kämpfen Genrefans mit ärgerlichen Mängeln und Ungereimtheiten. Beispiel gefällig? Außen- und Badezimmertür sind nicht aus einer Serie erhältlich. Kann ich eine Tür nicht an einer Wand platzieren, verweigert das Spiel stur eine Auskunft über den Grund. Da bleibt nur experimentieren. Solche Beispiele finden sich ohne Ende und zerren gefährlich an der Motivation des Spielers. Wenn dann bei der kleinsten Mausbewegung die Kamera wieder durch das Zimmer springt, wird der Manager zur Geduldsprobe und zum Spaßkiller. Bleibt nur, zur Entspannung unsere Gäste zu bespitzeln was auch schnell nervt da die Besucher scheinbar ziel- und planlos durch das Haus laufen. Ebenso fehlt jegliche Interaktion der Gäste was das Spiel "blutarm" erscheinen lässt.
Multiplayer
Wäre im Prinzip ja eine tolle Idee. Gemeinsam am Erfolg eines Hotels arbeiten, die Aufgaben untereinander aufteilen und neue Strategien über eine Erweiterung des Imperiums beraten. Das wäre in der Tat eine willkommene Neuerung und Abwechslung. Doch offensichtlich halten die Entwickler nichts von solchen Gemeinsamkeiten und lassen jegliche Onlineaktivität außen vor.
Rezeptionsalltag
Da die meisten Hotelzimmer sich ähneln wie ein Frühstücksei dem andern, speichern wir unseren "Prototypen" als Vorlage ab. So bauen wir in Windeseile Stockwerk für Stockwerk wobei jede Änderung der fertigen Zimmer in Design und Ausstattung automatisch auf alle entsprechende Räume übertragen wird. Sind die Zimmer erst einmal eingerichtet, das Frühstücksbuffet geplant, Wellness-Club und Schwimmbad fertiggestellt und die Rezeption besetzt, heißt es große Eröffnung feiern worauf ihr fortan fast ausschließlich damit beschäftigt seid, den Wünschen und Beschwerden eurer Gäste nachzugehen. Das fordert selbst Simulationsprofis und überfordert Einsteiger.
Grafik
Unsere Hotels sind sauber und stets klinisch rein. Dafür sorgt allein schon die Grafik welche mit spiegelnden Fließen und schicken Effekten glänzt. Auch die zahlreichen Objekte geben dem Spieler viel individuellen Spielraum ohne dabei allerdings das volle Potential des optischen Feedbacks zu nutzen. So wäre es beispielsweise sinnvoll, den Ärger des Gastes mit einer Rauchwolke über dem Kopf darzustellen oder umgekehrt mit einer Sonne für die Zufriedenheit. Solch fehlende Details erschweren dem Manager unnötig die Arbeit und machen das Spiel zäher, als es eh schon ist. Wer will, kann dem Gast mittels automatischer Kamera folgen und sich so ein Bild über seine Aktivitäten im Haus machen. Sehr gefallen haben uns die weichen und stimmigen Texturen welche auch bei näherer Betrachtung der Räume kein Kantenflimmern zulassen. Ärgerlich hingegen ist die teils störrische Kamera welche sich oft in Wänden verliert. So bleibt es nicht aus, dass der Spieler unnötig viel Zeit mit dem Nachjustieren der Kamera verschwendet. Ein absoluter Atmosphärekiller ist das meist fehlende oder mit einer matschigen 2D-Textur versehene Außenareal.
Sound
Die Entwickler ignorierten so gut wie jedes akustische Feature, welches heute "zum guten Ton" eines solchen Titels gehört und nerven den Spieler dafür mit langweiliger Fahrstuhlmusik deren Umfang aus gerade einmal einem Stück zu bestehen scheint. Weder hat man an die Einbindung eigener Musik gedacht, noch wird das Spiel durch atmosphärische Geräusche wie Schritte im Eingangsbereich, Gemurmel oder sonstigen Samples getragen. Da wird auch der geduldigste Spieler schnell den Ausschalter suchen, an den die Entwickler aber in weißer Voraussicht gedacht haben.
Gameplay
Wie schwierig es ist, eine Horde anspruchsvoller Gäste zufrieden zu stellen und dabei weder die Kasse, noch die Bedürfnisse des Personals aus den Augen zu verlieren, kann man kaum realistischer umsetzen. Wenn der zehnte Gast über die Speisekarte schimpft und weitere den Fitnessbereich bemängeln wird schnell klar, dass Hotelmanagement vor allem eines bedeutet: Arbeit! Das Arbeit auch Spaß machen kann, wird dabei allerdings auch schnell klar denn der "Hotel Gigant 2" protzt geradezu mit Details und einer enormen Komplexität, in der sich Simulationsfans nur allzu gerne festbeißen.
Motivation
Während Anfänger schnell überfordert werden, kämpfen Genrefans mit ärgerlichen Mängeln und Ungereimtheiten. Beispiel gefällig? Außen- und Badezimmertür sind nicht aus einer Serie erhältlich. Kann ich eine Tür nicht an einer Wand platzieren, verweigert das Spiel stur eine Auskunft über den Grund. Da bleibt nur experimentieren. Solche Beispiele finden sich ohne Ende und zerren gefährlich an der Motivation des Spielers. Wenn dann bei der kleinsten Mausbewegung die Kamera wieder durch das Zimmer springt, wird der Manager zur Geduldsprobe und zum Spaßkiller. Bleibt nur, zur Entspannung unsere Gäste zu bespitzeln was auch schnell nervt da die Besucher scheinbar ziel- und planlos durch das Haus laufen. Ebenso fehlt jegliche Interaktion der Gäste was das Spiel "blutarm" erscheinen lässt.
Multiplayer
Wäre im Prinzip ja eine tolle Idee. Gemeinsam am Erfolg eines Hotels arbeiten, die Aufgaben untereinander aufteilen und neue Strategien über eine Erweiterung des Imperiums beraten. Das wäre in der Tat eine willkommene Neuerung und Abwechslung. Doch offensichtlich halten die Entwickler nichts von solchen Gemeinsamkeiten und lassen jegliche Onlineaktivität außen vor.
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