Battlestar Galactica Online

gamesmania-Wertung: 10/10
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Browsergame / Action
Szenario: SciFiction
Hersteller: Bigpoint
Empfohlen: Ohne Altersempfehlung

Battlestar Galactica Online

Menschen oder Zylonen? Du musst diese schwere Entscheidung treffen. Hilfst du den Menschen bei ihrer verwegenen Flucht durch die Galaxy oder stehst du auf Seiten der erbarmungslosen Zylonen?

Battlestar Galactica Online hat die Messlatte für zukünftige Browsergames sehr hoch gehängt.
Die Programmierer beim norwegischen Entwickler Artplant haben ganze Arbeit geleistet und mit Battlestar Galactica Online tatsächlich ein waschechtes MMO mit bemerkenswert fortgeschrittener 3D-Grafik in euer Browserfenster gezaubert.
 
Während eines Überfalls der Zylonen auf die menschliche Flotte kommt es durch ein geheimnisvolles Artefakt zu einer Fehlfunktion in den FTL-Sprungantrieben, wodurch beide Seiten in einem unbekannten Teil der Galaxis stranden. Ihr sollt nun für eure Fraktion die nötigen Ressourcen zur Reparatur der Antriebe heranschaffen, die Gegenseite durch gezielte Angriffe stören und nebenbei die umliegenden Sektoren erobern. Während viele Weltraum-MMOs bislang auf einen echten Avatar verzichten, lässt euch BGO zwischen den Einsätzen an Bord der Mutterschiffe und Außenposten umherlaufen. Eigens hierfür erschafft ihr nach der Einleitungsmission euren Charakter per einfachem Editor. Ihr begegnet auf den instanzierten Schiffen keinen anderen Spielern und sicher wäre der direkte Zugriff auf die verschiedenen Menüs einfacher gewesen. Trotzdem: als leibhaftiger Rekrut auf der Galactica mit Starbuck seine Einsätze zu besprechen oder als Centurio auf einem Zylonenschiff herumzustapfen, ist in punkto Atmosphäre kaum zu überbieten.
 
Im All steuert ihr euer Schiff mit der Maus oder Tastatur, Joysticks werden vorerst nicht unterstützt. Ihr könnt die Kameraperspektive frei justieren oder aus diversen Voreinstellungen wählen, wobei aber eine klassische Cockpitansicht fehlt - die vorhandene „Stoßstangenkamera“ kommt leider nicht ganz ran. Das Interface selbst erinnert an typische Weltraumballerspiele. Radar, Geschwindigkeit, Waffenstatus, Autopilot, Einsatzziele, Chat - alles befindet sich am gewohnten Platz. Je nach Ausstattung kommt euer Schiff mit einer unterschiedlichen Anzahl an Geschützen daher, die erfasste Feinde automatisch aufs Korn nehmen. Raketen feuert ihr manuell per Druck auf die jeweilige Zifferntaste ab. Während der ersten Storymissionen werden euch alle Grundlagen beigebracht, danach durchstreift ihr größtenteils auf eigene Faust das All.
 
Benzinknappheit im Weltraum
Aufgaben gibt es genug. Ihr macht Jagd auf feindliche Patrouillen, pulverisiert Asteroiden, plündert Wracks und lehrt die Piloten der anderen Seite das Fürchten. Das Universum besteht aus 50 persistenten Systemen, um deren Kontrolle beide Fraktionen nonstop streiten - was ihr auf der Übersichtskarte gut verfolgen könnt. Über Außenposten und Bergbauschiffe erweitern die Parteien ihren Einfluss und erhöhen dadurch ihre Rohstoffausbeute. Wird einer der dicken Pötte angegriffen, informiert man euch über einen Ticker am unteren Bildrand und ihr entscheidet selbst, ob ihr euch an die Front werfen oder weiter eurem Tagesgeschäft nachgehen wollt. Die Kontrolle über Sektoren und Suche nach Mineralien ist wichtig, da das gewonnene Tylium gleichzeitig als Währung und Treibstoff dient. Wenn ihr also beim Händler nicht Acht gebt und all euer Tylium für Waffen, Ausrüstung und Munition verprasst, stehen euch im Ernstfall weder Sprungantrieb noch Nachbrenner zur Verfügung. Als alternatives Zahlungsmittel hat Bigpoint die Cubits eingeführt, die ihr während eurer Einsätze verdient bzw. für ein paar Euro kaufen könnt.
 
Der Griff zum Geldbeutel lohnt sich, denn ihr erhaltet dafür im Austausch Erfahrungspunkte, das so wichtige Tylium oder ihr verkürzt die Zeit zum Erlernen neuer Fähigkeiten. Da es ohne diese speziellen Booster viele, viele Stunden dauern kann, bis ihr einen neuen Skill euer Eigen nennen könnt, werden sicher einige Spieler diese erwerbliche Abkürzung wählen. Darüber hinaus gelangt ihr mit dieser Methode viel früher in den Genuss besserer Schiffe, von denen es auf jeder der beiden Seiten neun Exemplare vom leichten Jäger bis zum schweren Kommandoschiff gibt. Obwohl Bigpoint keinen Hehl daraus macht, dass zahlende Piloten handfeste Vorteile haben, fühlt man sich als Gratisflieger nicht sonderlich benachteiligt. Prinzipiell braucht ihr einfach etwas länger, habt aber mehr vom Spiel. Mit Battlestar Galactica Online hängt die Messlatte für Browserspiele in Zukunft jedenfalls ein ganzes Stück höher.

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