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Sensible Soccer 2006
Sensible Soccer 2006
 
Herausgeber:    Codemasters
Entwickler:    Kuju Entertainment
Genre:    Sport
Multiplayer:    Ja
empf. Alter:    ab 6 Jahren
Plattformen:  Xbox  PC  PS2
 
Zu Zeiten als Berti Vogts noch Bundestrainer war oder Lothar Matthäus erfolgreich in Italien kickte, erschien mit Sensible Soccer eines der besten Fußballvideospiele der 90er Jahre. Der kompromisslos auf Action angelegte Kick aus der Vogelperspektive überzeugte durch eine einfache Steuerung und einen spaßigen Mehrspielermodus. Mehr als zehn Jahre später belebt Codemasters die Serie neu und schickt passend zur WM die Neuauflage Sensible Soccer 2006 auf den Rasen.
 
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Der Grafikstil ist ungewöhnlich für ein Fußballspiel. Bild vergrößern
Wie das Ur-Sensible Soccer kommt auch das Remake lediglich mit zwei Aktionstasten auf dem Spielfeld aus. Eine Taste zum Passen, eine zweite zum Schießen, mehr braucht man nicht im launigen Arcadekick. Trotz der wenigen Möglichkeiten lassen sich hübsche Spielzüge ausführen. Allerdings erfordert das Spielen etwas Übung, da der Ball nicht am Fuß des Spielers klebt und man daher keine großartigen Dribblings ausführen kann, entweder führen schnelle Pass-Stafetten oder eine Kick&Rush-Spielweise zum Erfolg. Alle Bälle werden immer in die Blickrichtung geschossen, in die der jeweilige Spieler gerade schaut. Damit man dies gut erkennt, wird unter dem aktiven Spieler ein Richtungspfeil angezeigt, so dass man sehr gut abschätzen kann, wohin der Schuss gehen wird. Dieser Richtungspfeil ist dann aber auch schon die größte Neuerung gegenüber dem Klassiker, fügt sich dafür aber erstaunlich gut in das Gameplay ein.
 
Eminent wichtig für den Torerfolg ist die Beherrschung des Dralls. Sofort nach einem Schuss kann man mittels den Richtungstasten die Flugbahn so stark beeinflussen, dass das runde Leder einen unglaublichen Drall aufnimmt. Nur so ist es möglich, die Torhüter mit Weitschüssen überhaupt zu überwinden, gerade Schüsse ohne jeglichen Drall fängt jeder Keeper mit Leichtigkeit ab. Zu stark darf der Drall aber auch nicht sein, sonst geht der Ball weit ins Toraus. Bis man für die richtige Stärke des Dralls ein Gefühl entwickelt dauert es ein wenig, doch dann gelingen dafür auch außergewöhnliche Tore.
 
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Selten greifen die Schiris mal so hart durch. Bild vergrößern
Kenner des Ur-Sensible Soccer werden sich auf jeden Fall sofort heimisch fühlen. Für Profis ist die Neuauflage leider viel zu einfach geraten. Unverständlicherweise gibt es nur einen einzigen Schwierigkeitsgrad, ansonsten kann man lediglich durch die Wahl der Mannschaften den Schwierigkeitsgrad ein wenig erhöhen. Trotzdem werden viele Zocker die meisten Matches klar gegen die CPU gewinnen, wodurch es an einer echten Langzeitmotivation fehlt. Immerhin stehen viele verschiedene Turniere, Ligen oder Pokale zur Auswahl, so dass man je nach Wunsch etwa einen Europapokal, die WM oder einen Amerikacup spielen kann. In einem weiteren Modus ist es möglich ein eigenes Team aufzubauen. Für Erfolge erhält man Talentpunkte und kann die anfangs schwachen Spieler aufwerten. Mit Ausnahme der Aufstellung und Formation bietet Sensible Soccer 2006 leider keine weiteren Managementmöglichkeiten, ohnehin sind die Menüs äußerst karg und informationsarm.
 
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Herrliche Freistosstore sind dank dem starken Drall kein Problem. Bild vergrößern
Länger Spaß macht der Actionkick auf jeden Fall im Mehrspielermodus an einem PC, für Solospieler eignet sich Sensible Soccer 2006 allenfalls als Spielchen für zwischendurch, mit einem PES oder FIFA kann und will sich das Spiel aber auch sicherlich gar nicht messen lassen, dafür wird sowohl auf als auch abseits des Platzes zu wenig geboten. Die Matches verfolgt man aus einer erhöhten Kameraansicht, die der Urperspektive des Klassikers recht nah kommt, allerdings etwas näher am Geschehen klebt. Leider fallen die die Bewegungen der Kamera äußerst hektisch aus, bei jeder Ballberührung zentriert sich die Ansicht erneut, was mitunter sogar Kopfschmerzen auslösen kann. Abhilfe dagegen schafft nur ein Fanpatch aus dem Web, der die Kamerabewegungen etwas sanfter einstellt. Grafisch ist das Spiel für heutige Verhältnisse sehr einfach gestrickt. Der Cel-Shading-Look der Kicker offenbart nur wenige Details und die Animationen sehen auch eher zweckmäßig aus. Dennoch passt der Grafikstil zu Sensible Soccer sehr gut und erinnert an die Vorgänger.
 
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Gamesmania Wertung
 
Detailwertung
Grafik 60%
Sound 20%
Gameplay 66%
Motivation 60%
So testen wir
 
 
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